Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit)

Schätzungsweise 5 bis 15 Prozent der Europäer vertragen keine oder nur wenig Milch; sie leiden unter Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit). Allein in Deutschland sind rund zwölf Millionen Bundesbürger von dieser Pseudoallergie betroffen.

verschiedene Milchprodukte © Thinkstock
In asiatischen Kulturen ist die Milchzuckerunverträglichkeit sogar noch weiter verbreitet. Grund ist ein Mangel oder das vollständige Fehlen des Enzyms Laktase. Dieses Milchzucker spaltende Ferment wird im Verdauungstrakt gebildet und sorgt für eine vollständige Aufspaltung des Milchzuckers (Laktose). Nur die gespaltenen Milchzuckerbausteine können von der Darmwand in den Körper aufgenommen werden.

Symptome der Laktoseintoleranz: zum Beispiel Völlegefühl, Blähungen, Unwohlsein

Unverdaut bleibt der Milchzucker im Darm und bindet Wasser – Folge sind typische Durchfälle. Das insgesamt bunte Beschwerdebild der Laktoseintoleranz mit Symptomen wie Völlegefühl, Blähungen, allgemeinem Unwohlsein bis hin zu depressiven Verstimmungen führt häufig zu Fehldiagnosen und einer langen Odyssee von unnötigen Arztbesuchen. Besonders schwierig ist es bei Kindern, eine richtige Diagnose zu stellen. Denn bei ihnen wird meist eher spät an eine mögliche Laktoseintoleranz gedacht, wenn sie Beschwerden wie Durchfall, Bauchschmerzen oder Blähungen haben.

Therapie bei Milchzuckerunverträglichkeit: Verzicht auf Laktose

Besteht der Verdacht auf eine Milchzuckerunverträglichkeit, kann der Betroffene zunächst versuchen, auf Lebensmittel mit Laktose zu verzichten. Bessern sich die Symptome daraufhin, könnte das ein Hinweis auf eine Laktoseintoleranz sein. Anschließend wird der Arzt versuchen, die Diagnose mithilfe einfacher klinischer Tests zu bestätigen. Stellt sich heraus, dass der Patient an einer Milchzuckerunverträglichkeit leidet, ist die wichtigste Maßnahme in der Therapie, dass er weitestgehend auf laktosehaltige Lebensmittel verzichtet. Ernährungstipps bei Laktoseintoleranz finden Sie in unserem Ratgeber.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 06.03.2015
  • Autor/in: Dr. med. Martina A. Sersch, Dr. med. P. Kittner-Schäfer; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
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