Schmerzen bei Tumoren haben viele Ursachen

Bei Tumorerkrankungen können die auftretenden Schmerzen unterschiedliche Ursachen haben, die unterschiedlich gut beeinflussbar sind.

Folgende Schmerzen treten auf:
  • Schmerzen, die durch den Tumor direkt verursacht werden, werden durch die Gewebeschädigung hervorgerufen. Dabei können neben Dauerschmerzen sogenannte Durchbruchschmerzen auftreten – „breakthrough pain“. Auch gibt es Schmerzen unter besonderen Belastungen. Diese nennt man „incident pain“.
  • Schmerzen, die im Zusammenhang mit Tumoren auftreten, aber nicht direkt durch diese hervorgerufen werden. Sie sind sozusagen „tumorassoziiert“ und können akut oder chronisch auftreten.
  • Bei Immobilisation können Schmerzen durch sich entwickelnde Druckgeschwüre hervorgerufen werden.
  • Schmerzen können auch durch die Tumortherapie verursacht werden, sie können dabei chronisch oder akut sein:
    • Polyneuropathien, Knochennekrosen oder Schleimhautentzündungen durch eine Chemotherapie
    • Fibrosierungen (Verhärtungen) von Nerven und Nervenknoten durch Bestrahlung
    • Narbenschmerzen nach Operationen
  • Es können auch vom Tumor unabhängige Schmerzen, wie zum Beispiel eine Migräne, auftreten. Diese müssen dann ebenfalls entsprechend behandelt werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.05.2017
  • Autor/in: Dr. med. Kathrin Fahl, Dr. med. Karen Strehlow, Charit - Universitätsmedizin - Berlin
  • Quellen: Grundlagen der Schmerztherapie, Thomas Flöter (Hrsg.), Medizin
  • Therapie chronischer Schmerzen, Hans W. Striebel et al., Schattauer, F.K. Verlag, 2001
  • Kompendium der medikamentösen Schmerztherapie, E. Beubler, Springer, Wien, 2003
  • Deutsche Krebshilfe: Über Krebs; https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs, Stand: 2017
  • Krebsgesellschaft.de – Onko Internetportal: Basisinformationen Krebs, Stand: 2017
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