Therapie: So werden Tumorschmerzen behandelt

Nachdem der Arzt sorgfältig die Vorgeschichte erhoben, die Vorbefunde gesichtet und eine körperliche Untersuchung mit neurologischer Untersuchung durchgeführt hat, entscheidet er vor einer möglichen Therapie, welche apparative Zusatzdiagnostik notwendig ist. Sofern Schmerzen verstärkt nach einem schmerzfreien oder schmerzkontrollierten Intervall auftreten, muss immer auch an ein Fortschreiten des Tumors gedacht werden.

Ziel der Schmerztherapie ist die Schmerzfreiheit, falls dies nicht möglich ist, wenigstens die Schmerzlinderung. Dabei sind die einzelnen Schritte zunächst, vor allem möglichst nachts Schmerzfreiheit zu erlangen, damit der Betroffene nicht in seinem Schlaf gestört wird. Dann wird versucht, Schmerzlinderung in den Ruhephasen während des Tages zu erlangen und die dritte Stufe ist, den Betroffenen auch bei Bewegungen möglichst schmerzfrei zu bekommen.

Ein Teil der Behandlungsmaßnahmen beruht auf allgemeinen und psychosozialen Maßnahmen, der andere Teil auf der medikamentösen Therapie. Insbesondere Tumorpatienten brauchen unterstützende, verstehende und tröstende Begleitung auch in Glaubensfragen, soziale Hilfen und teilweise auch psychotherapeutische Krisenintervention. Dies gilt für den gesamten Zeitraum der Tumorerkrankung. So können gezielte Schmerzbewältigungstechniken, verhaltenstherapeutische Maßnahmen und auch Entspannungsverfahren eingesetzt werden.

Bei Bekanntwerden einer Tumorerkrankung stehen an erster Stelle kausale Behandlungsmöglichkeiten wie zum Beispiel eine Operation, Chemo-, Hormon-, Radioisotopen- oder Strahlentherapie. Sie sollen den Tumor beseitigen oder zumindest verkleinern. Parallel sollte dann mit der Schmerztherapie begonnen werden.
  • Autor/in: Dr. med. Kathrin Fahl, Dr. med. Karen Strehlow, Charité - Universitätsmedizin - Berlin
  • Quellen: Grundlagen der Schmerztherapie, Thomas Flöter (Hrsg.), Medizin
  • Therapie chronischer Schmerzen, Hans W. Striebel et al., Schattauer, F.K. Verlag, 2001
  • Kompendium der medikamentösen Schmerztherapie, E. Beubler, Springer, Wien, 2003
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