Krebs

Krebs ist eine Erkrankung des Erbguts: In bestimmten Genen, den Wächtergenen, die für das Wachstum einer Zelle verantwortlich sind, vollziehen sich bei Krebs Veränderungen. Sie können nicht mehr richtig arbeiten und das Zellwachstum ist gestört. Wenn diese Mutationen von den körpereigenen Reparaturmechanismen nicht repariert werden können, kommt es zum vermehrten Zellwachstum.

Auch Apoptose-Gene, die eigentlich den programmierten Zelltod steuern, können mutieren und so bewirken, dass die Zelle nicht wie geplant abstirbt, sondern weiterwächst. Das führt dazu, dass sich die Zelle unkontrolliert teilt und zu einer immer weiter wachsenden Tumorzelle wird.

Weitere Genveränderungen bedingen, dass die Zelle neue Fähigkeiten erlangt, sodass sie beispielsweise den Zellverband verlassen, in umliegendes Gewebe eindringen oder sich in fremden Geweben ansiedeln kann (Metastasen).

Diese Vorgänge können sich überall im Körper abspielen. Das heißt, beinahe jedes Organ kann von einem bösartigen Tumor befallen werden. Häufige Krebsarten sind beispielsweise: Bei Krebs wird unterschieden zwischen sogenannten soliden Tumoren und malignen Systemerkrankungen. Zu letzteren gehören Leukämien und Lymphdrüsenkrebs. Diese Krebsarten sind nicht auf einen Tumor beschränkt, sondern betreffen mit dem Blutsystem oder dem Lymphsystem den gesamten Körper.

Bei den soliden Tumoren unterscheidet man noch einmal zwischen Karzinomen und Sarkomen. Karzinome sind bösartige Tumoren, die sich aus Epithelzellen bilden, beispielsweise aus den Deckzellen von Haut oder Schleimhaut oder aus Drüsenzellen. Sie machen 90 Prozent der Krebserkrankungen aus. Sarkome dagegen entstehen aus Zellen des Bindegewebes, aus Muskelzellen oder Knochenzellen.

Eine weitere Tumorart, die embryonalen Tumoren, auch Blastome genannt, entstehen in der Zeit der Organ-und Gewebsentwicklung.

Krebs: Früherkennung und Vorbeugung sind sehr wichtig

Die genauen Ursachen für die Entstehung von Krebs sind noch immer nicht geklärt. Inzwischen konnten jedoch bestimmte Risikofaktoren identifiziert werden. Beispielsweise begünstigt ein ungesunder Lebensstil mit Rauchen und wenig Bewegung die Entstehung von Krebs. Auch die Ernährung und Krebs stehen in einem Zusammenhang. Deshalb sollte jeder auf seinen Lebenswandel achten, um Krebs vorzubeugen.

Hinzu kommt: Je früher Krebs erkannt wird, desto besser kann er behandelt werden. Auch hier kann jeder selbst etwas tun: Wer regelmäßig Früherkennungsuntersuchungen durchführen lässt, kann im Ernstfall seine Chancen auf Heilung erhöhen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.05.2012
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Christina Wiener, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Krebsinformationsdienst
  • Deutsche Krebsgesellschaft
  • Deutsche Krebshilfe e.V.
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