Das Wichtigste bei der Therapie der Venenentzündung: Der Kompressionsverband

Die Venenentzündung ist eine häufige Komplikation bei Patienten mit Krampfadern (Varizen), da durch den verlangsamten Blutfluss die Venen gereizt werden. An erster Stelle steht in der Therapie der Venenentzündung der Kompressionsverband.

Tragen Sie den Verband unbedingt so lange, wie der Arzt ihn verordnet hat. Das erfordert Selbstdisziplin, doch die Mühe lohnt sich, denn der Kompressionsverband ist in seiner Wirkung nicht zu unterschätzen: So werden durch den Kompressionsstrumpf und -verband die Krampfadern zusammengepresst und verengt, die Klappen können wieder besser schließen, Blutstauungen werden beseitigt. Legen Sie den Verband an, bevor sie aufstehen. So verhindern Sie von vornherein, dass die Venen sich weiten und das venöse Blut absacken kann.

Bewegung kann Thrombose verhindern

Fast ebenso wichtig wie der Kompressionsverband ist Bewegung. Wer sich zu lange schont und kaum bewegt, riskiert eine Blutgerinnselbildung (Thrombose). Eine solche Thrombose lässt sich mit großer Sicherheit vermeiden, wenn Sie aufstehen und umher laufen. Sollte das Gehen Ihnen Schmerzen bereiten, können schmerzlindernde und entzündungshemmende Salben helfen.

Eine kleiner Eingriff hilft

Eine weitere Therapiemöglichkeit bei einer Venenentzündung ist ein kleiner Eingriff: Durch kleine Stiche über der verhärteten, angeschwollenen Krampfader kann der Arzt Blutgerinnsel entfernen, was die Abheilung beschleunigt.

Krampfadern behandeln lassen

Wenn Sie sich strikt an die Anweisungen Ihres Arztes halten und sich bewegen, heilt eine Venenentzündung relativ rasch und ohne Komplikationen ab. Dann besteht nur ein sehr geringes Risiko einer Lungenembolie. Sobald die Entzündung abgeklungen ist, sollten Sie unbedingt die Krampfadern behandeln lassen.

Bei der springenden Venenentzündung – einer Venenentzündung, die in kurzen Zeitabständen an verschiedenen Stellen auftritt – ist eine Rund-um-Untersuchung beim Internisten ratsam. Diese Art der Venenentzündung ist oft ein Symptom für eine Allgemeinerkrankung.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 13.03.2013
  • Autor/in: Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: Interview mit Dr. Karin Vogt, Dermatologin und Phlebologin am Vivantes Klinikum Neukölln in Berlin
  • Deutschen Gesellschaft für Phlebologie, der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie, des Berufsverbandes der Phlebologen e.V. und der Arbeitsgemeinschaft der niedergelassenen Gefäßchirurgen Deutschlands e.V. (2010): Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Krampfadererkrankung (http://www.phlebology.de/leitlinien-der-dgp-mainmenu/280-leitlinie-zur-diagnostik-und-therapie-der-krampfadererkrankung)
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