Therapie bei Krampfadern: Medikamente können Schmerzen lindern

Krampfadern bleiben Krampfadern, auch Salben und Tabletten können dies nicht ändern. Trotzdem können einige Medikamente bei Venenschwäche und auch Salben gewisse Begleiterscheinungen lindern, zum Beispiel Schmerzen, Stauungen, Schweregefühl, Unruhegefühl und Wasseransammlungen im Bein, Venenreizungen und -entzündungen.

Dosierung mit dem Arzt besprechen

Venenmedikamente fördern die Mikrozirkulation: Sie verbessern den Blutabfluss in den Venen und schwemmen das angesammelte Wasser aus. Der Arzt wird Ihnen eine sinnvolle Tagesdosis nennen, denn es ist wichtig, nicht zu niedrig zu dosieren.

Entwässernde Medikamente (Diuretika) dürfen Sie grundsätzlich nur unter ärztlicher Kontrolle und nicht über einen längeren Zeitraum einnehmen.

Vielfach werden Enzympräparate zur Linderung der Beschwerden bei Venenschwäche eingesetzt. Enzympräparate nehmen Einfluss auf die Blutgerinnung. Deshalb dürfen sie nicht vor Operationen angewandt werden. Menschen mit Blutgerinnungsstörungen dürfen aus dem gleichen Grund keine Enzympräparate einnehmen. Enzyme können auch die Wirkung von blutverdünnenden Medikamenten verstärken. Außerdem kann es bei der gleichzeitigen Einnahme von Tetrazyklinen zu einer Wirkungsverstärkung dieser häufig angewandten Antibiotika kommen.
Info
Unterhalten Sie sich mit Ihrem Apotheker oder Arzt darüber, ob es für Sie eine Behandlung gibt, die bei den Ursachen – also den Varizen selbst – und nicht nur bei den Symptomen ansetzt. Fragen Sie auch, welches Medikament er Ihnen zur vorübergehenden Einnahme empfehlen kann.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 13.03.2013
  • Autor/in: Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: Interview mit Dr. Karin Vogt, Dermatologin und Phlebologin am Vivantes Klinikum Neukölln in Berlin
  • Deutschen Gesellschaft für Phlebologie, der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie, des Berufsverbandes der Phlebologen e.V. und der Arbeitsgemeinschaft der niedergelassenen Gefäßchirurgen Deutschlands e.V. (2010): Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Krampfadererkrankung (http://www.phlebology.de/leitlinien-der-dgp-mainmenu/280-leitlinie-zur-diagnostik-und-therapie-der-krampfadererkrankung)
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