Schwimmen, Walken, Radfahren, Tanzen, Skilanglauf können Krampfadern lindern

Sport ist bei Krampfadern und Venenschwäche zu empfehlen. Gerade Sportarten, die die Beinmuskeln beanspruchen, fördern den Rückfluss des Blutes zum Herzen. Auf der anderen Seite eignet sich Sport auch zur Vorbeugung von Varizen.

Besonders geeignete Sportarten:

  • Schwimmen – es ist für Venenkranke generell wohl die gesündeste Sportart überhaupt: Der Druck des Wassers entlastet die Beine und damit auch die Venen. Außerdem wirken sich die Muskeltätigkeit und das relativ kühle Wasser positiv auf die Venen aus. Denn bei Kälte ziehen sich die Venen zusammen.
  • Walken – das stramme Marschieren ist wie gemacht für Menschen mit Krampfadern und lindert die Symptome langfristig.
  • Wandern
  • Wanderungen am Meer im flachen Wasser
  • Radfahren – es führt zu einer Entstauung der Beine. Wählen Sie für Radfahrten ebene Strecken, treten Sie mit den Fußballen auf die Pedale, und halten Sie den Oberkörper aufrecht, um Venenstauungen im Becken- und Hüftbereich zu vermeiden.
  • Skilanglauf
  • Tanzen, vor allem Standardtänze wie Walzer, Tango, Foxtrott oder auch andere Tänze, bei denen Sprünge und andere akrobatische Einlagen nicht vorgesehen sind.

Ungeeignete Sportarten

Verzichten sollten Sie hingegen auf alle Sportarten, die das Venensystem zu sehr belasten oder bei denen es leicht zu Verletzungen kommen kann. Dazu zählen:
  • Fußball und Handball. Das Unfallrisiko ist hoch, bereits leichtere Verletzungen wie Prellungen oder Stauchungen können zu Venenentzündungen und Thrombosen führen.
  • rasante Formen des Skilaufs (Slalom, Abfahrt), bei denen erheblicher Druck auf die Beinvenen ausgeübt wird
  • Sportarten, die mit langem Sitzen verbunden sind, wie Kanu fahren oder Autosport, weil durch die abgeknickten und angewinkelten Beine der Venenrückfluss behindert wird.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 13.03.2013
  • Autor/in: Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: Interview mit Dr. Karin Vogt, Dermatologin und Phlebologin am Vivantes Klinikum Neukölln in Berlin
  • Deutschen Gesellschaft für Phlebologie, der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie, des Berufsverbandes der Phlebologen e.V. und der Arbeitsgemeinschaft der niedergelassenen Gefäßchirurgen Deutschlands e.V. (2010): Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Krampfadererkrankung (http://www.phlebology.de/leitlinien-der-dgp-mainmenu/280-leitlinie-zur-diagnostik-und-therapie-der-krampfadererkrankung)