Krampfadern: Lexikon

  • Sehr feine, oberflächlich in der Haut gelegene kleinste Venen, die oft rötlich blau durchschimmern. Sie sind bis zu einem Millimeter Durchmesser dick. Sie haben keinen Krankheitswert.
  • Operative Entfernung des Venensterns (Crosse), der Einmündungsstelle der oberflächlichen Beinvenen in die tiefe Vene, durch Unterbindung der Abflüsse. Danach erfolgt das Venenstripping (siehe dort).
  • Kleinste Blutgefäße zwischen Venen und Arterien, die für den Stoff- und Gasaustausch zwischen Blut und Gewebe zuständig sind.
  • die auf Sebastian Kneipp zurückgehenden Behandlungen mit kaltem Wasser und Wechselbädern
  • wird bei einer Reihe von Venenerkrankungen meistens im Anschluss an die Behandlung mit dem Kompressionsverband getragen und wirkt nach dem gleichen Prinzip wie dieser: Venenverengung durch Ausübung von Druck.
  • Verband, der Druck ausüben soll. Beispielweise nach einer Krampfaderoperation oder -verödung, aber auch allgemein zur Vorbeugung, Behandlung und Nachsorge bestimmter Venenerkrankungen wie Krampfadern angelegt wird. Er übt Druck aus, dadurch verengen sich die krankhaft erweiterten Venen. Auf diese Weise verbessert sich der Rückstrom des Blutes zum Herzen.
  • krankhaft erweiterte, geschlängelte Vene, bei der die Venenklappen nicht mehr richtig schließen, so dass das Blut stagniert oder gar in die Beine zurückfließt statt zum Herzen
  • Akuter Gefäßverschluss in der Lunge durch ein Blutgerinnsel.
  • System von Kanälen, das die aus den Kapillaren ins Gewebe austretende Lymphe (Gewebsflüssigkeit) sammelt und wieder dem Blutkreislauf zuführt
  • der Druck, der auf die Venen durch die Muskelanspannung ausgeübt wird. Die Muskelpumpe ist wichtig für den Rückfluss des venösen Blutes.
  • Beingeschwür, häufig bei Diabetikern anzutreffen, kann aber auch die Folge von ausgeprägten und unbehandelten Krampfadern oder von Thrombosen sein.
  • Bedingt durch eine zu spät behandelte tiefe Venenthrombose kommt es zu einer chronischen Schädigung und Funktionsschwäche der Beinvenen. Die Stauung des venösen Blutes verursacht geschwollene Beine, Schmerzen und häufig auch Unterschenkelgeschwüre (Ulcus cruris).
  • kleine, unter der Haut liegende Venen und Seitenäste der oberflächlichen Stammvenen (kleine und große Rosenvene), die isoliert erweitert sind oder ein Netz von Krampfadern überall am Bein bilden
  • behandlungsbedürftige Krampfadern der großen und kleinen Rosenvene
  • Wirkstoff, der frisch geronnenes Blut wieder auflöst. Wird bei rechtzeitig erkannter Thrombose zur Auflösung von Blutgerinnseln eingesetzt.
  • Verstopfung eines Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel (Thrombus). Eine Thrombose in den Venen wird begünstigt, weil das Blut in den Venen langsamer als in den Arterien fließt. Lebensgefährlich werden diese Blutgerinnsel, wenn sie sich ablösen und in die Lunge geschwemmt werden (Embolie).
  • Blutpfropf in einem Blutgefäß; ein Thrombus kann zum Gefäßverschluss führen.
  • Unterschenkelgeschwüre meist oberhalb des Innenknöchels. Folge eines jahrelangen Venenstaus. Sie sind schwer zu behandeln und heilen nur langsam ab. Häufig bei Diabetikern, können aber auch Folge von ausgeprägten und unbehandelten Krampfadern oder von Thrombosen sein.
  • Krampfaderleiden
  • Meist deutlich sichtbare Venenerweiterung am Hodensack
  • Krampfader
  • Blutgefäß, das meist sauerstoffarmes Blut zum Herzen hinführt. Nur die Pulmonalvenen (Lungenvenen) enthalten sauerstoffreiches Blut.
  • Reizung der Venenwand, entsteht z. B. bei Krampfadern durch den verlangsamten Blutstrom
  • sind in bestimmten Abständen ins Venensystem eingebaut. Sie funktionieren wie Ventile: Wenn das Blut in Richtung Herz strömt, öffnen sie sich, um es durchzulassen; wenn es dagegen nach unten absinken will, schließen sie sich.
  • Krampfadern können durch Einspritzen eines Medikaments (Verödungsmittel) behandelt werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 13.03.2013
  • Autor/in: Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: Interview mit Dr. Karin Vogt, Dermatologin und Phlebologin am Vivantes Klinikum Neukölln in Berlin
  • Diagnostik und Therapie des Krampfaderleidens, Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie (DGP), 2004
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