Arten von Krampfadern: Von Besenreisern bis Stammvenenkrampfadern
Besenreiser: ein rein kosmetisches Problem
Besenreiser sind winzige, in der Haut liegende Venen, die keine Krankheit darstellen, aber als Vorboten von Krampfadern gelten. Sie treten vor allem an der Außenseite und der Vorderseite der Oberschenkel auf. Es handelt sich um bläulich-rötlich schimmernde Verästelungen direkt in der Haut, die oft aber gar keinen Zusammenhang mit anderen Varizen haben. Von Besenreisern sind fast nur Frauen betroffen, manche lassen sie aus ästhetischen Gründen behandeln. Eine kosmetische Behandlungsmethode ist die Verödungstherapie (Sklerosierungstherapie).
© Dr. med. Karin VogtBesenreiser sind oberflächliche Venenerweiterungen der Haut. Sie müssen nicht zwingend operiert werden.Seitenastkrampfadern: meistens harmlos
Dagegen sind Stammvenenkrampfadern oft sehr störend und auch schmerzhaft. Sie zeigen sich meistens an der Innenseite des Unterschenkels, vor dem Schienbein und teilweise an der Rückseite der Wade. Diese geschlängelten Krampfadern treten zum Teil fingerdick hervor, oft bilden sie regelrechte Knäuel. An schlanken Beinen ist die geschlängelte Krampfader bis zur Leiste zu erkennen.
© Dr. med. Karin Vogt Retikuläre Varizen sind relativ oberflächliche, netzartige Venenerweiterungen, die oft gemeinsam mit Besenreisern auftreten. Eine Operation ist aus medizinischer Sicht nicht notwendig.
© Dr. med. Karin Vogt Diese ausgeprägten Seitenastvarizen sind die Folge von Stammvenenkrampfadern. Eine Operation ist dringend zu empfehlen.
Stammvenenkrampfadern: in jedem Fall behandlungsbedürftig
Bei Bindegewebsschwäche kommt es zu einer Aussackung der Stammvene. Zuerst schließt die erste Klappe, auch Schleusenklappe genannt, nicht mehr. Das Blut trifft auf die nächste, noch intakte Klappe, die aber ebenfalls bald nicht mehr standhalten kann. So wird von der Leiste abwärts die ganze Stammvene mit ihren Seitenästen am Unterschenkel ausgedehnt und erweitert, die Klappen verlieren ihre Funktion. Stammvenenkrampfadern gehören unbedingt in ärztliche Behandlung, da sie zu schweren Venenleiden wie einer Thrombose führen können.





