Symptome bei Spannungskopfschmerzen

Die „gewöhnlichen“ und auch am häufigsten auftretenden Kopfschmerzen (Cephalgien) bezeichnet man als Spannungskopfschmerzen. Laut Literatur lernen 90 Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens solche Schmerzen kennen. Manchmal sind sogar schon Kinder betroffen. Betroffene berichten häufig über Symptome, die sich anfühlen, als ob ein „Schmerzring“ den Schädel zusammendrückt.

Stress kann die Symptome auslösen oder verstärken. Wenn Kopfschmerzen vom Spannungstyp häufiger als 15 Tage im Monat oder 180 Tage im Jahr auftreten, spricht man von einer chronischen Verlaufsform.
Die Internationale Kopfschmerzgesellschaft (International Headache Society (IHS)) definiert Kopfschmerzen vom Spannungstyp mit folgenden Kriterien:
  • Dauer der Kopfschmerzen: 30 Minuten bis sieben Tage
  • Mindestens zwei der folgenden Charakteristika:
    • Beiderseitig auftretend
    • Drückend, ziehend, nicht pulsierend
    • Leichte bis mittelschwere Schmerzintensität
    • Keine Zunahme bei Aktivität
  • Licht- und Lärmempfindlichkeit (ohne, dass beide Symptome gleichzeitig auftreten)
  • Ausschluss anderer Ursachen von Kopfschmerzen (zum Beispiel eine Erkältung, eine Kopfverletzung oder ein „Kater“)
Autoren und Quellen Aktualisiert: 26.11.2014
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; Susanne Segebrecht, Ärztin und Apothekerin; Markus Zens, Wissenschaftsjournalist, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin, vitanet.de;
  • Quellen: IHS Classification ICHD-II: Teil 1: Primäre Kopfschmerzerkrankungen (http://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/02_teil1/)
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