Kopfschmerzen (Cephalgie)

Kopfschmerz (aus dem Lateinischen: Cephalgie, auch Kephalgie geschrieben) kennt jeder. Laut Statistik werden 85 Prozent aller Schmerzmittel gegen Kopfschmerzen eingesetzt. Bei gelegentlich auftretenden Kopfschmerzen signalisiert der Organismus: „Hier gerät etwas außer Kontrolle.“

Kopfschmerzen © Thinkstock / vitapublic GmbH
Oft ist auch die Ursache für die Kopfschmerzen schnell gefunden: Zu wenig Schlaf, zu viel Alkohol, verrauchte Luft, wenig Bewegung, Stress.

Kopfschmerzen: Eine Fülle von Auslösern

Die Ursachen von Kopfschmerzen sind zahlreich. Besonders bei stärkeren Beschwerden ist es wichtig, die auslösenden Faktoren zu erkennen. Um Systematik in die verwirrende Vielfalt zu bringen, wurde eine Internationale Kopfschmerz-Klassifikation erstellt.

Als primäre Kopfschmerzen werden demnach Schmerzen bezeichnet, bei denen der Kopfschmerz nicht ein Symptom, sondern eine eigenständige Krankheit ist. Ein Beispiel dafür sind anfallartige und wiederkehrende Kopfschmerzen, wie sie etwa bei Spannungskopfschmerzen und Migräne auftreten.

Sekundäre Kopfschmerzen treten dagegen als Begleiterscheinung anderer Störungen oder Krankheiten auf. Neben Ursachen wie zu wenig Schlaf oder zu viel Alkohol können sekundäre Kopfschmerzen auch nach Verletzungen, bei Augenerkrankungen, während einer Erkältung, bei Bluthochdruck oder nach der Einnahme von Medikamenten auftreten. Häufig werden sekundäre Kopfschmerzen paradoxerweise gerade durch die Einnahme von Schmerzmitteln verursacht.

Welcher Typ von Kopfschmerz liegt vor?

Die Beschwerden bei Kopfschmerzen sind vielfältig: mild bis extrem stark, kurzzeitig bis andauernd, streng einseitig oder beidseitig. Die Symptome geben meist einen Hinweis auf den zugrunde liegenden Kopfschmerztyp. Bei sehr komplizierten Fällen können Patienten Hilfe in einer spezialisierten Kopfschmerzambulanz erhalten.

Die genaue Diagnose ist wichtig für die Planung der Therapie. Nur wenn die genauen Ursachen und Zusammenhänge klar sind, kann der Arzt die beste Strategie zur Schmerzlinderung finden. Bei nur leichten Beschwerden kann es ausreichen, rezeptfreie Schmerzmittel einzunehmen. Eventuell bringen auch Maßnahmen wie ausreichend Schlaf, Entspannung, Bewegung oder die Behandlung mit natürlichen Produkten Linderung.

Autoren und Quellen Aktualisiert: 26.11.2014
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; Susanne Segebrecht, Ärztin und Apothekerin; Markus Zens, Wissenschaftsjournalist, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin, vitanet.de;
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