Knorpelschaden

Bei einem Gelenkknorpel handelt es sich um eine spezielle Form des Bindegewebes. Der Knorpel überzieht die gegenüberliegenden Gelenkfläche (Kopf und Pfanne) und hat die Aufgabe, Stöße und Druckbelastungen abzufedern. Die Knorpelzellen verfügen nur über eine eingeschränkte Fähigkeit, sich selbst zu vermehren.

Zudem hat das Knorpelgewebe keine eigene Blutversorgung, seine Versorgung erfolgt über die Gelenkflüssigkeit. Deshalb ist der Knorpel nur eingeschränkt regenerationsfähig. Wirkt immer wieder starker Druck auf das Gelenk und entstehen ständig kleinste Verletzungen, besteht die Gefahr von dauerhaften Knorpelschäden (Knorpelläsionen).

Symptome eines Knorpelschadens

Bei einem Knorpelschaden zeigen sich Symptome wie Gelenkschmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit, Gelenkergüsse und Entzündungszeichen wie Schwellung und Überwärmung. Es kann jedoch auch Zeiten geben, in denen der Betroffene beschwerdefrei ist. Abhängig vom Schweregrad des Schadens kommt es langfristig zu einer Abnutzung des nicht mehr ausreichend geschützten Gelenks – seine Funktion wird eingeschränkt (Arthrose).

Behandlung von Knorpelschäden

Ein Knorpelschaden kann sowohl konservativ als auch operativ behandelt werden. Für eine Stabilisierung des Gelenks sollen Krankengymnastik und physikalische Anwendungen wie Elektrotherapie sorgen. Außerdem sollen auf diese Weise Schmerzen und Entzündungen gelindert werden. Hierfür werden auch entzündungshemmende Medikamente eingesetzt.

Mithilfe einer Operation kann der Knorpel zur Gewebeneubildung angeregt werden. Ist der Knorpel nach einigen Monaten wieder belastbar, kann der Betroffene wieder Sport treiben. Wenn die Schädigung des Gelenks so groß ist, dass nicht mehr genügend Knorpelschicht vorhanden ist, besteht die Möglichkeit einer Gelenkversteifung oder eines künstlichen Gelenkersatzes.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 17.03.2015
  • Autor/in: Beatrix Deiß, Medizinredakteurin; Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätskontrolle: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Plesch, Christian/ Sieven, Rainer, Trzolek, Dieter: Handbuch Sportverletzungen. Meyer & Meyer Verlag, Aachen 2009.
  • Sportunfälle – Häufigkeit, Kosten, Prävention. Von Gläser, Heribert, (ARAG Allgemeine Versicherungs-AG), Henke, Dr. rer. nat. Thomas (Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Sportmedizin). Herausgeber: ARAG Allgemeine Versicherungs-AG.
  • Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP): 10 Goldene Regeln für gesundes Sporttreiben, 2004.
  • Deutscher Olympischer Sportbund, www.richtigfit.de
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V., www.dge.de
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