Knochenbruch (Fraktur)

Unser Skelett, das den Halte- und Stützapparat des Körpers bildet, besteht aus über 200 Knochen. Eine weitere Funktion der Knochen ist, das Gehirn und die inneren Organe zu schützen.

Bei Knochen, die in einem Gelenk zusammenwirken und auf diese Weise Bewegungen möglich machen, ist die Oberfläche von einer Knorpelschicht überzogen. Wirken große Kräfte auf den Knochen ein, bricht er (Fraktur).

Zusätzlich können auch Sehnen, Bänder oder Muskeln beschädigt werden. Wenn der Knochen nicht komplett durchgebrochen ist, handelt es sich um einen Haarriss beziehungsweise eine Fissur. Häufig verursachen Stürze Knochenbrüche – oft des Unterarms oder des Schlüsselbeins.

Symptome eines Knochenbruchs

Häufig zeigen sich bei einem Knochenbruch keine eindeutigen Symptome, sondern starke Schmerzen, Schwellung, Bluterguss und eine eingeschränkte Funktion des Körperteils. Eindeutige Anzeichen für einen Knochenbruch sind hingegen eine Beweglichkeit über das normale Maß hinaus, Fehlstellungen sowie Knirschgeräusche, die beim Gegeneinanderreiben der Bruchstücke entstehen.

Zieht man sich einen offenen Bruch zu, sind die Knochenteile sichtbar und ragen aus der Wunde heraus. Entsteht ein Bruch nicht durch ein akutes Trauma, sondern durch eine starke Belastung, die sich häufig wiederholt, spricht man von einem Ermüdungsbruch (Stressfraktur).

Behandlung eines Knochenbruchs

Es hängt von der Art der Fraktur und dem betroffenen Körperteil ab, wie ein Knochenbruch behandelt wird. Früher behandelten Ärzte Knochenbrüche in den meisten Fällen konservativ und stellten den betroffenen Körperteil mithilfe eines Gipsverbands für längere Zeit ruhig. Heutzutage wird dagegen oft operiert, wobei die Knochenteile mit Schrauben, Nägeln oder Platten wieder miteinander verbunden werden. Auf diese Weise kann der Patient den verletzten Körperteil schneller wieder bewegen. Auf jeden Fall ist nach jeder Bruchbehandlung Krankengymnastik zu empfehlen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 17.03.2015
  • Autor/in: Beatrix Deiß, Medizinredakteurin; Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätskontrolle: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Plesch, Christian/ Sieven, Rainer, Trzolek, Dieter: Handbuch Sportverletzungen. Meyer & Meyer Verlag, Aachen 2009.
  • Sportunfälle – Häufigkeit, Kosten, Prävention. Von Gläser, Heribert, (ARAG Allgemeine Versicherungs-AG), Henke, Dr. rer. nat. Thomas (Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Sportmedizin). Herausgeber: ARAG Allgemeine Versicherungs-AG.
  • Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP): 10 Goldene Regeln für gesundes Sporttreiben, 2004.
  • Deutscher Olympischer Sportbund, www.richtigfit.de
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V., www.dge.de
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