Negativer Stress fördert KHK und Angina pectoris

Negativer Stress fördert KHK. Stress ist ein zentraler Risikofaktor für die koronare Herzkrankheit (KHK): Er führt zu einem Anstieg des Stresshormons Cortisol, welches die Ausschüttung gefäßschädigender Moleküle anregt.

Lange Zeit dachten Herzspezialisten beim Risikofaktor Stress vor allem an Manager-Typen: Menschen also, die unter großem Leistungsdruck stehen, täglich mindestens 13 Stunden arbeiten und keine Zeit zum Entspannen finden. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass nicht der Stress an sich entscheidend ist: Eine viel größere Rolle spielt, wie der Stress empfunden wird.

Viele KHK-Patienten leiden unter mangelnder Anerkennung

Wenn der Stress beflügelnd wirkt und mit Erfolgserlebnissen verbunden ist – Psychologen sprechen auch von Eustress –, wirkt er sich selten negativ aufs Herz aus, vorausgesetzt, es sind keine leistungssteigernden Drogen wie Kokain im Spiel. Stress dagegen, der mit Frustration einhergeht, auch Disstress genannt, kann die Herzfunktion viel stärker beeinträchtigen. Experten für Psychosomatik wissen von vielen Herzinfarkt-Patienten, dass sie
  • unter mangelnder Anerkennung im Beruf leiden
  • sozial isoliert sind
  • sozioökonomisch benachteiligt sind
  • unter Angstzuständen oder Depressionen leiden
  • sich generell schnell ärgern – Psychologen sprechen von einer hohen Ärgerbereitschaft
Allerdings zeigen sich Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Frauen geht Beziehungsstress offenbar mehr zu Herzen als Ärger im Beruf.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 11.05.2015
  • Autor/in: Dr. Anne Dietel, Ärztin, Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: Robert Koch-Institut: Koronare Herzkrankheit und akuter Myokardinfarkt, Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Heft 33, 2006
  • AWMF-Leitlinie: Leitlinie zur Diagnose und Behandlung der chronischen koronaren Herzerkrankung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung (DGK), Stand 2003
  • Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische KHK (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/nvl-004l_S3_KHK_2015-04.pdf)
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