Symptome bei Angina pectoris: Brustschmerz, Atemnot, Angst, Bauchschmerzen

Eine koronare Herzkrankheit (KHK) geht meistens mit Angina-pectoris-Anfällen einher.

Charakteristisch für eine Angina pectoris (Stenokardie, Brustenge) sind
  • Schmerzen in der Herzgegend, meist hinter dem Brustbein
  • Engegefühl im Brustkorb
  • Kurzatmigkeit
Eine Angina pectoris wird durch körperliche oder seelische Belastungen, aber auch durch Kälte oder üppiges Essen ausgelöst und dauert maximal 20 Minuten. Die Herzschmerzen können in den linken, selten in den rechten Arm, in den Unterkiefer, aber auch in die Schulter, den Rücken oder den Oberbauch ausstrahlen.
KHK, Angina pectoris Grafik: Schmerzzonen bei Herzinfarkt © Deutsche HerzstiftungTypische Schmerzzonen der Angina pectoris

Weitere Symptome der Angina pectoris sind

  • ein beklemmendes, würgendes Gefühl im Hals
  • plötzliche Atemnot, Schwächegefühl, Schweißausbruch
  • Angst – oft Todes- und Erstickungsangst
  • Schweregefühl, Taubheitsgefühl oder Gefühllosigkeit in Arm, Schulter, Ellenbogen oder Hand, meist auf der linken Seite
Vorsicht: Bei Frauen macht sich eine Angina pectoris oft anders bemerkbar. Frauen klagen häufig über Übelkeit, Bauchschmerzen, Müdigkeit und Kurzatmigkeit.

Angina pectoris: Wenn Medikamente nicht helfen, sofort zum Arzt

Von einer stabilen Angina pectoris spricht man, wenn die Symptome
  • nur unter Belastung auftreten
  • sich immer in der gleichen Weise wiederholen
  • nie länger als 20 Minuten dauern
  • durch die Gabe von Nitroglyzerin (Tropfen, Spray, Kapseln) schnell besser werden.
Tritt eine Angina pectoris dagegen häufiger, stärker oder bereits in Ruhe auf und lässt sie sich auch durch Nitropräparate nicht bessern, spricht man von einer instabilen Angina pectoris. Hier ist der Gefäßdurchmesser der betroffenen Herzkranzgefäße schon so weit eingeengt, dass die Gefahr eines Herzinfarktes deutlich steigt. Das bedeutet: Sofort den Notarzt rufen.
Stiller Infarkt typisch bei Diabetes
Bei Diabetikern und alten Menschen mit einer KHK tritt oft keine Angina pectoris auf. Obwohl die Herzkranzgefäße schon bedrohlich eng sind, verspüren sie keine Schmerzen, weil etwa durch einen Diabetes die Nervenleitbahnen geschädigt sind. Das Absterben von Herzmuskelzellen bleibt dann oft unbemerkt und wird meist nur zufällig im EKG entdeckt. Man spricht auch von einem stillen Infarkt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 11.05.2015
  • Autor/in: Dr. Anne Dietel, Ärztin, Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Robert Koch-Institut: Koronare Herzkrankheit und akuter Myokardinfarkt, Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Heft 33, 2006
  • AWMF-Leitlinie: Leitlinie zur Diagnose und Behandlung der chronischen koronaren Herzerkrankung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung (DGK), Stand 2003
  • Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische KHK (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/nvl-004l_S3_KHK_2015-04.pdf)
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