Koronare Herzkrankheit und Angina pectoris: Lexikon

  • Medikamente, die den Blutdruck senken, indem sie ein spezielles Enzym, das Angiotensin Converting Enzym, hemmen. Auch bei Herzinfarkt und Herzmuskelschwäche eingesetzt. Die wichtigsten Wirkstoffe sind Ramipril, Enalapril, Lisinopril und Captopril.
  • Schmerz- und Fiebermittel; wirkt auch als Thrombozytenfunktionshemmer und wird zur Vorbeugung von Blutgerinnseln und damit von Durchblutungsstörungen des Herzens und Gehirns eingesetzt.
  • Umgangssprachlich „Arterienverkalkung“. Häufigste Ursache von Gefäßkrankheiten und Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems. Schädigung der Arterien durch Ablagerungen von Blutfetten, Blutpfropfen, Bindegewebe und Kalk in den Gefäßwänden.
  • Methode, um verstopfte Hohlräume wie Blutgefäße, Speise- oder  Harnröhre wieder durchlässig zu machen. Dabei wird ein winziger Ballon in den entsprechenden Hohlraum eingeführt und dort mit hohem Druck kurz aufgeblasen. Dadurch wird der Hohlraum erweitert.
  • Medikamente, die Stresshormone hemmen und beruhigend wirken. Die Pulsfrequenz und der Blutdruck sinken, das Herz verbraucht weniger Sauerstoff. Beispiele für Wirkstoffe: Bisoprolol, Atenolol, Metaprolol, Celiprolol, Propranolol, Talinolol.
  • Chirurgischer Eingriff zur Überbrückung von Gefäßengstellen; ein Stück einer Beinvene wird entnommen, an das verengte Gefäß angenäht und dann unter anderem direkt mit der Aorta verbunden, sodass die Engstelle umgangen wird; Bypässe können auch aus künstlichem Material gefertigt sein.
  • CSE-Hemmer (Cholesterin-Synthese-Enzym-Hemmer) sind Medikamente, die über die Hemmung eines Enzyms die Produktion von Cholesterin im Körper verringern, z.B. Simvastatin, Atorvastatin, Cerivastatin.
  • Chronische Stoffwechselerkrankung, bei der der Blutzuckerspiegel erhöht ist, sich also zu viel Glukose im Blut befindet. Diabetes mellitus zeichnet sich durch absoluten Insulinmangel (Diabetes Typ 1) oder relativen Insulinmangel durch eine gestörte Wirkung des Insulins (Diabetes Typ 2) aus.
  • Herzspannungskurve; zeichnet die elektrischen Aktivitäten der Herzmuskulatur in Form von Kurven auf. Im Herzen läuft vor jedem Herzschlag ein schwacher Strom. Er wird mit kleinen Metallplättchen (Elektroden), die auf den Armen, Beinen und am Brustkorb angebracht sind, gemessen und aufgezeichnet. Der Arzt erkennt aus dem EKG Informationen über Herzrhythmus und -frequenz und mögliche Störungen. Bei einem Ruhe-EKG liegt der Patient, bei einem Belastungs-EKG geht er auf einem Laufband oder fährt auf einem Standfahrrad.
  • Wirkstoffe, die die Blutgerinnung hemmen.
  • Akute und lebensbedrohliche Erkrankung des Herzens, bei der wegen einer Durchblutungsstörung Teile des Herzmuskels absterben.
  • Instrument zur Untersuchung und Therapie des Herzens beziehungsweise der Herzkranzgefäße: Es lassen sich (mithilfe eines Röntgen-Kontrastmittels) die Herz- und Gefäßstrukturen auf einem Röntgenbild sichtbar machen, die Herzkammern vermessen sowie Blutfluss, Blutdruck, Blutvolumen und Herzmuskelkraft beurteilen. Darüber hinaus kann durch den Katheter zur Therapie ein Stent (siehe dort) eingeführt werden.
  • Arterien, die auf der Oberfläche des Herzens angeordnet sind und den Herzmuskel mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen.
  • 1. Schnitt- und Bildebene bei der Computer- oder Magnetresonanztomografie, bei der das Gewebe (zum Beispiel das Gehirn) scheibenweise von vorne nach hinten dargestellt wird; 2. die Herzkranzgefäße betreffend
  • Über einen Linksherzkatheterismus durchgeführte Untersuchung, die nach Kontrastmittelgabe das Lumen (den Innenraum) der Herzkranzgefäße sichtbar machen kann.
  • Eine Untersuchung des Herzens, bei der dem Patienten eine radioaktive Substanz gespritzt wird, die sich im Herzmuskelgewebe anreichert und dort mit speziellen Geräten sichtbar gemacht wird. Das Verfahren eignet sich besonders zur Diagnostik von Durchblutungsstörungen des Herzmuskels.
  • Nervengift aus der Tabakpflanze mit Suchtpotential; in Tabak, vor allem in Zigaretten, enthalten.
  • Ein Herzmedikament, das als Spray, Lutschtablette oder Kapsel eingenommen wird und bei plötzlichem Angina-Pectoris-Schmerz innerhalb von Minuten hilft. Es ist ein Notfallmedikament für belastungsabhängige Herzschmerzen.
  • Lebensnotwendige Fettsäure, die der Körper nicht selbst herstellen kann; Nährstoff, der vor allem in Algen, Pflanzen und Seefisch enthalten ist. Er senkt den Blutdruck und die Blutfettwerte, hemmt die Blutgerinnselbildung und stabilisiert den Herzrhythmus.
  • Methode, um verstopfte Adern wieder durchlässig zu machen; mit einem Herzkatheter, der über ein Blutgefäß in der Leiste oder Ellenbeuge eingeführt wird, wird ein winziger Ballon in das verengte Herzgefäß eingeführt und dort mit hohem Druck kurz aufgeblasen. Dadurch wird die Ader erweitert, zugleich werden Ablagerungen an die Gefäßwand gepresst.
  • Ablagerung, flächiger Belag – beispielsweise als Gefäßablagerungen bei Arteriosklerose oder als Zahnbelag im Mundbereich.
  • Lehre, wonach bestimmte Erkrankungen ihren Ursprung in seelischen Konflikten haben.
  • Schlagartig, plötzlich auftretende Durchblutungsstörung des Gehirns; Unterversorgung der Nervenzellen, sodass es zu Funktionsausfällen kommt.
  • Medikamente, die über die Hemmung eines Enzyms die Produktion von Cholesterin im Körper verringern – zum Beispiel Simvastatin, Atorvastatin, Cerivastatin.
  • Engstelle, Verengung
  • Prothese aus unterschiedlichen Materialien, die das Innere von Hohlorganen (zum Beispiel Blutgefäße, Luftröhre, Speiseröhre) offenhalten soll.
  • Verstopfung eines Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel (Thrombus). Eine Thrombose in den Venen wird begünstigt, weil das Blut in den Venen langsamer als in den Arterien fließt. Lebensgefährlich werden diese Blutgerinnsel, wenn sie sich ablösen und in die Lunge geschwemmt werden (Embolie).
  • Ein Blutgefäß, das das Blut zum Herzen hinführt. Venen transportieren in der Regel sauerstoffarmes Blut. Nur die Venen des Lungenkreislaufs enthalten sauerstoffreiches Blut.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 11.05.2015
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische KHK (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/nvl-004l_S3_KHK_2015-04.pdf)
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