Therapie bei Karies: Wurzelkanalbehandlung (Wurzelbehandlung)

Wenn sich, etwa durch fortgeschrittene Karies, das Zahnmark entzündet hat (Pulpitis), kann nur noch eine Wurzelbehandlung helfen, den Zahn zu erhalten.

Zunächst wird der Zahn örtlich betäubt. Dann bohrt der Zahnarzt das Zahninnere aus und entfernt das Zahnmark (Pulpa), den Nerv und alles entzündliche Gewebe. Er säubert den Wurzelkanal bis hinunter zur Wurzelspitze, was besonders bei gekrümmten Kanälen schwierig und zeitaufwendig ist. Dann spült er den Hohlraum mit einer desinfizierenden Lösung. Der Kanal muss völlig keimfrei sein, damit keine Bakterien in den Kieferknochen gelangen können.

Für einen Zeitraum von etwa sechs Wochen bekommt der Patient eine provisorische Füllung. Erst wenn der Zahn entzündungsfrei ist und nicht mehr schmerzt, legt der Zahnarzt eine Füllung, um ihn endgültig zu verschließen. Dazu benutzt er meist eine Kombination von langen dünnen Gummistiften aus Guttapercha, Füllpasten, Kunststoffen oder Zement.

Wurzelbehandelte Zähne werden nicht mehr mit Blut versorgt, sie sind tot. Daher brechen sie schneller ab und verfärben sich mit der Zeit braun-grau. Um den Zahn zu stabilisieren und das Ergebnis ästhetisch zu verbessern, setzt man daher oft noch ein Inlay oder eine Krone auf den Zahn.

Ob eine Wurzelbehandlung erfolgreich war, bemerkt der Patient leider oft erst Jahre nach dem Eingriff. Das Ergebnis hängt vor allem davon ab, wie widerstandsfähig die sanierten Wurzeln sind und wie sorgfältig der Zahnarzt gearbeitet hat.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.11.2014
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Anja Dolski; Medizinredakteurin, medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
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