Therapie bei Karies

In der Frühphase – wenn nur der Zahnschmelz leicht angegriffen ist – kann Karies durch gute Mundpflege und mithilfe von Fluorid-Gels behandelt werden. Diese Gels remineralisieren den Schmelz und verschließen so die porös gewordene Oberfläche.

Füllungen

Ist die Karies allerdings schon ins Dentin vorgedrungen, wird der Zahnarzt die kariösen Stellen entfernen. Die Behandlung mit modernen Geräten ist heute weitaus weniger schmerzhaft als manch ein Patient das von früher in Erinnerung hat. Kommt der Bohrer zum Einsatz, wird der Arzt auch eine örtliche Betäubung anbieten, um Schmerzen zu vermeiden.

Eine weitere, dafür aber zeitaufwendigere Methode ist das Bohren mit dem Laser. Auch hier lässt sich der Schmerz, falls er auftritt, mit einer lokalen Betäubung vermeiden.

In einem anderen Verfahren kann man mit einem Gel die kariösen Stellen des Zahns herauslösen, die intakte Zahnsubstanz bleibt dabei erhalten. Auch dieses Verfahren dauert länger als das Bohren. Weil es für den Patienten deutlich weniger schmerzhaft ist, stellt es bei Kindern oder bei extremer Angst eine Alternative dar.

Die entstehenden Hohlräume im Zahn werden durch Füllungen aus Amalgam, Kunststoff, Keramik oder Gold aufgefüllt.

Wurzelbehandlung und Zahnentfernung

Ist die Karies schon weit fortgeschritten, hilft oft nur noch eine Wurzelbehandlung, um den Zahn zu erhalten. Bei dieser Behandlung werden das Zahnmark, der Nerv und das entzündliche Gewebe des Zahns entfernt – er wird anschließend nicht mehr mit Blut versorgt und ist tot.

In einigen wenigen Fällen – beispielsweise wenn der Zahn bereits sehr stark zerstört ist – hilft nur noch eine Extraktion. Der Zahn wird dann gezogen, um häufig wiederkehrende Infektionen zu vermeiden. Verschiedene Arten des Zahnersatzes können die Lücke dann füllen:
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.11.2014
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Anja Dolski; Medizinredakteurin, medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
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