Karies

Das lateinische Wort „caries“ bedeutet „Morschheit“ oder „Fäulnis“. Karies wird durch Bakterien verursacht, die auf der Oberfläche von Zähnen und Prothesen einen klebrigen Belag (Plaque) bilden.

Zahnarztbesuch © Thinkstock
Die Kleinstlebewesen wandeln den Zucker aus der Nahrung in Säuren um. Durch diese Säuren wird der Zahnschmelz aufgelöst und es entsteht ein Loch im Zahn (Karies).

Karies ist eine der am weitesten verbreiteten Infektionskrankheiten in den Industrieländern. In Deutschland ist nur ein Prozent der Bevölkerung komplett kariesfrei. Hauptsächlich zwei Risikofaktoren führen zu Karies: schlechte Mundhygiene und eine Ernährung mit zu hohem Zuckeranteil.

Karies macht zunächst keine Schmerzen

Im Anfangsstadium treten bei Karies meist noch keine Schmerzen auf. Symptome sind in dieser Phase kleine weißliche oder dunkle Stellen am Zahn. Im weiteren Verlauf reagiert der Zahn oft empfindlich auf Heißes, Kaltes oder Süßes. Zu Schmerzen kommt es häufig erst, wenn die Zahnwurzel in Mitleidenschaft gezogen wurde und entzündet ist. Auch wenn die Schmerzen plötzlich wieder nachlassen, bedeutet dies keine Entwarnung. Es kann sein, dass der Zahn bereits abgestorben ist, die Entzündung aber weiter um sich greift.

Gesündere Zähne durch bessere Mundhygiene

Die Prognose für Karieserkrankungen in der deutschen Bevölkerung ist jedoch grundsätzlich gut. Viele Menschen legen großen Wert auf Zahnpflege und gehen regelmäßig zum Zahnarzt. Ein Erfolg der großen Präventionskampagnen seit den 1980er-Jahren an Kindergärten und Schulen: Immer mehr Menschen haben heute naturgesunde Zähne – und immer weniger trifft im Alter die völlige Zahnlosigkeit.

Die gute Prognose bei Karies ist jedoch auch der modernen Zahnmedizin und ihren Therapieverfahren zu verdanken. Nur in seltenen Fällen, wenn die Karieserkrankung sehr weit fortgeschritten ist, kann der Zahn nicht erhalten werden und muss gezogen werden. Meist reicht es aus, die kariösen Stellen zu entfernen und das Loch mit einer Füllung zu verschließen. Ist die Karies weiter fortgeschritten, kann eine Wurzelbehandlung helfen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.11.2014
  • Autor/in: Dr. med. dent. Ina Nitschke, Zahnärztin, Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde, Universität Leipzig; Redaktion vitanet.de: Daniela Frank, Medizinredakteurin, medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: J. Schmidseder: Gesunde und schöne Zähne, Südwest München
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