Kardiomyopathie (Myokardiopathie): Herzmuskelerkrankung mit Folgen

Das Wort Kardiomyopathie (auch Myokardiopathie oder Herzmuskelerkrankung) bedeutet wortwörtlich Herzmuskelleiden. Fasst man diesen Begriff sehr weit, so gehören Herzmuskelentzündungen ebenso dazu wie der Untergang von Herzmuskelgewebe beim Herzinfarkt. Spricht der Arzt von einer Kardiomyopathie, so meint er damit allerdings meist eine eigenständige Herzerkrankung, die durch eine abnorme Form und Größe der Herzhöhle charakterisiert ist.

Kardiomyopathie kann zur Herzinsuffizienz führen

Herzkrankheiten wie Herzinfarkt oder Herzinsuffizienz können sowohl Ursache als auch Folge einer Kardiomyopathie sein. Früher oder später führt jede Kardiomyopathie dazu, dass die Herzleistung nachlässt. Um die Fülle der unterschiedlichen Kardiomyopathie-Formen zu unterscheiden, bedienen sich Mediziner verschiedener Einteilungen. Am gebräuchlichsten ist die Unterscheidung nach Form und Auswirkung der Herzmuskelveränderung.

Dilatative und hypertrophische Kardiomyopathie am häufigsten

In unseren Breiten kommt die dilatative Kardiomyopathie, bei der sich die Herzhöhle stark erweitert, am häufigsten vor. Daneben spielt noch die hypertrophische Kardiomyopathie mit verdickter Herzwand eine Rolle. Weitere Formen der Kardiomyopathie sind sehr selten.
  • Autor/in: Dr. Anne Dietel, Ärztin, Medizinjournalistin, Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Quellen: AWMF-Leitlinien zur Diagnostik und Therapie in der Pädiatrischen Kardiologie: Kardiomyopathien. Stand 2005
  • Hendrik Lehnert, Karl Werdan: Innere Medizin - essentials. Georg Thieme Verlag Stuttgart 2006
  • Johannes-Martin Hahn: Checkliste Innere Medizin, Georg Thieme Verlag Stuttgart 2006
  • K. Alexander et al.: Thiemes Innere Medizin, Georg Thieme Verlag Stuttgart 1999
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