Insektenstichen vorbeugen

Mit einfachen Schutzmaßnahmen senken Sie die Gefahr, von Insekten gestochen zu werden.
  • Fliegengitter an Fenstern und Türen sowie ein Moskitonetz über dem Bett halten Mücken und andere Insekten fern.
  • Im Freien schützen lange, helle Kleidung, Strümpfe und Schuhe.
  • Parfüms und parfümierte Kosmetika locken Insekten häufig an. Mit Insektenschutzmitteln kann man sie sich dagegen vom Leib halten.
Insektenschutzmittel (auch Repellentien) gegen Mücken, Bremsen und Zecken gibt es mit pflanzlichen und chemischen Wirkstoffen. Apothekenprodukte sind bezüglich ihrer Wirksamkeit und Verträglichkeit gut untersucht. Der Kauf des Präparates muss dem persönlichen Bedarf entsprechen. Zu Hause im Garten genügen meistens sanfte Mittel, um die Plagegeister abzuwehren. In Zeckeninfektionsgebieten oder in Ländern, in denen Malariaschutz empfohlen wird, sollten Sie auf stärker wirksame Produkte zurückgreifen. Beachten Sie aber, dass die Wirkung nach zwei Stunden nachlässt und Sie die Anwendung wiederholen müssen.

So vermeiden Sie Zeckenstiche

Im Frühling werden die Zecken aktiv. Bei den ersten Spaziergängen durch Wald und Wiese ist es besonders wichtig, sich vor einem Stich der kleinen Spinnentiere gut zu schützen. Zecken halten sich vor allem auf hohen Gräsern und in Gestrüpp auf. Von dort werden sie abgestreift, wenn ein potenzielles Opfer vorbeikommt. Die weit verbreitete Ansicht, dass sich Zecken von Bäumen herabfallen lassen, trifft dagegen in der Regel nicht zu.

Neben Insektenschutzmitteln können Sie sich zum Beispiel mit festem Schuhwerk, heller Kleidung, langen Hosen, Strümpfen und langärmligem Hemd vor Zeckenbissen schützen. In den FSME-Risikogebieten ist eine Schutzimpfung ratsam. Gegen Borreliose gibt es noch keine Impfung. Ist der Insektenstich bereits erfolgt, ist ein rasches, aber fachgerechtes Entfernen der Zecke sinnvoll.

Suchen Sie sich deshalb nach Spaziergängen in Infektionsgebieten nach Zecken ab. Zecken bevorzugen dünne Hautpartien an dunklen, warmen Stellen, die gut durchblutet sind. Suchen Sie deshalb besonders gut in den Kniekehlen, den Achselhöhlen, am Haaransatz, aber auch in der Leistengegend und in der Gesäßfalte nach Zecken. Wenn Sie mit den Fingern über die Haut streichen, fühlen sich festgebissene Zecken wie ein kleiner Pickel oder Schorf an. Nach dem Sport oder längeren Aktivitäten im Freien hilft es auch, sich gründlich zu duschen. Denn eine noch nicht festgebissene Zecke kann so einfach abgewaschen werden.

So vermeiden Sie Bienen- und Wespenstiche

Gegen Bienen und Wespen sind Insektenschutzmittel wirkungslos. Zum Schutz vor ihren Stichen sollten Sie vor allem beim Essen und Trinken im Freien vorsichtig sein.
  • Trinken Sie nie direkt aus Dosen oder dunklen Flaschen, sondern verwenden Sie einen Strohhalm.
  • Decken Sie Speisen und Getränke im Freien ab. Nach dem Essen sollten Sie Speisereste sofort wegräumen.
  • Füllen Sie kleinen Kindern nur Wasser in die Trinkflasche.
  • Halten Sie Abstand zu Insektennestern, Bienenstöcken, vollen Abfalleimern, blühenden Bäumen und Büschen sowie Fallobstwiesen.
  • Schlagen Sie nicht mit hektischen Bewegungen nach Bienen und Wespen.
  • Versuchen Sie nicht, die Tiere wegzupusten. Das ausgeatmete Kohlenstoffdioxid gilt im Wespenstaat als Warnsignal. Das Insekt wird so möglicherweise in Alarmbereitschaft versetzt und sticht eher zu.
  • Kriecht Ihnen eine Biene oder Wespe in die Kleidung, sollten Sie sie nicht quetschen. Versuchen Sie das Kleidungsstück vorsichtig auszuziehen oder warten Sie ruhig ab, bis das Tier wieder herauskrabbelt.
  • Lüften Sie in der Dämmerung Wohnräume nur bei ausgeschaltetem Licht.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 17.02.2017
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin, vitanet.de;
  • Quellen: Auuutsch - gestochen! PTAheute 08-2006
  • Leitlinie Diagnose und Therapie der Bienen- und Wespengiftallergie (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/061-020l_S2k_Bienen_und_Wespengiftallergie_2011-verl%C3%A4ngert.pdf)
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