Hausmittel bei Insektenstichen

Um die Schmerzen und den Juckreiz nach einem Insektenstich zu lindern, haben sich verschiedene Hausmittel bewährt. Aber bitte beachten Sie: Wenn Sie von einer Wespe oder Biene in Lippen, Mund oder Rachen gestochen wurden oder an einer Insektengiftallergie leiden, sollten Sie sofort einen Notarzt rufen.

Hausmittel 1: Kalte Umschläge

Lindern Sie den Schmerz nach einem Insektenstich durch Kühlung mit kalten Umschlägen, beispielsweise mit Essig oder Eiswürfeln. Auch Zwiebelsaft hat sich bewährt – er wirkt kühlend und entzündungshemmend.

Hausmittel 2: Wärme

Ein Hausmittel gegen das lästige Jucken ist Wärme. Denn der Juckreiz wird durch ein bestimmtes Eiweiß ausgelöst. Erwärmt man die Einstichstelle auf 50 Grad Celsius, zersetzt sich dieses Eiweiß und löst keine entzündliche Reaktion mehr aus. Hierfür kann zum Beispiel ein Geldstück über einer offenen Flamme erhitzt und anschließend sofort für etwa zehn Sekunden auf die Einstichstelle gedrückt werden. Besonders für Kinder, aber auch empfindliche Personen ist jedoch ein batteriebetriebener Wärmestift besser geeignet.

Da sich die Wirksamkeit dieser Methode bisher nur auf subjektive Wahrnehmungen stützt und der Wirkmechanismus nicht belegt ist, wird von wissenschaftlicher Seite allerdings zurzeit keine Empfehlung dafür ausgesprochen.

Hausmittel 3: Pflanzliche Mittel

Tinkturen und Salben mit Arnika wirken antientzündlich und schmerzstillend. Sie können deshalb bei Entzündungen nach Insektenstichen angewandt werden.
Ein weiteres bewährtes Hausmittel bei Insektenstichen ist der Spitzwegerich. Sein Saft wirkt reizlindernd, antientzündlich und fördert die Wundheilung. Wenn Sie zum Beispiel bei einer Wanderung gestochen werden, können Sie einfach Spitzwegerichblätter zwischen Ihren Fingern zerreiben und den Insektenstich mit dem Saft betupfen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 17.02.2017
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Diskussion zum Beitrag „Insektenstiche: Klinisches Bild und Management“ von Prof. Dr. med. Bernhard Przybilla, Prof. Dr. med. Franziska Ruëff in Heft 13/2012; Deutsches Ärzteblatt, Jg. 109, Heft 27-28
  • Hänsel, Rudolf/Sticher, Otto (2009): Pharmakognosie – Phytopharmazie
  • Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI): Bienen- und Wespengiftallergie, Diagnose und Therapie
  • Leitlinie Diagnose und Therapie der Bienen- und Wespengiftallergie (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/061-020l_S2k_Bienen_und_Wespengiftallergie_2011-verl%C3%A4ngert.pdf)
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