Therapie bei Husten: Hustenstiller

Der trockene Reizhusten zu Beginn einer Erkältung kann äußerst schmerzhaft sein und lässt die Patienten weder tagsüber noch nachts zur Ruhe kommen. Mit Hustenstillern kann man das Husten unterdrücken und dem geschwächten Körper die notwendigen Erholungsphasen ermöglichen.

Bei quälendem und schmerzendem Husten (Tussis) werden die Medikamente häufig nachts eingesetzt, sodass sich die Betroffenen „gesund schlafen“ können, ohne durch ständiges Husten geweckt zu werden.

Gängige rezeptfreie Hustenstiller enthalten beispielsweise Wirkstoffe wie Dextromethorphan oder Pentoxyverin. Die Wirkung dieser Arzneistoffe setzt schnell ein, sie sind jahrelang erprobt und gut verträglich. Bei Husten, der mit gesteigerter Schleimproduktion einhergeht, sind entsprechende Medikamente jedoch kontraindiziert, sollten also nicht angewendet werden. Für Kinder unter sechs Jahren wird die Gabe dieser Arzneimittel generell nicht empfohlen. Hustenstiller gibt es als Saft, Tropfen, Kapseln oder als Zäpfchen. Da es bei beiden Stoffen zu Arzneimittelinteraktionen und unerwünschten Nebenwirkungen kommen kann, lesen Sie bitte sorgfältig die Beipackzettel oder fragen Sie Ihren Hausarzt.

Wirkstoffe

  • Pentoxyverin
  • Dextromethorphan
Hustenstiller und -löser nicht gleichzeitig einnehmen
Während Hustenlöser den bei Husten festsitzenden Schleim verflüssigen, unterdrücken Hustenstiller den Hustenreiz. Bei gleichzeitiger Einnahme kann der gelöste Schleim nicht abgehustet werden. Möglich ist dagegen die Anwendung von Hustenlösern am Tag zur Erleichterung des Abhustens kombiniert mit Hustenstillern in der Nacht, wenn trotz Schleimabsonderung ein quälender Hustenreiz besteht.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 23.02.2017
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie
  • Quellen: Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin: Husten (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/053-013l_S3_Husten_2014-02.pdf)
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