Hausmittel gegen Husten

Es gibt einige Hausmittel, die die Beschwerden bei Husten lindern können. Zwar ist die Wirksamkeit der Mittel oder Anwendungen meist nicht wissenschaftlich erwiesen. Sie beruhen jedoch auf von Generation zu Generation überlieferten Erfahrungen. Aber bitte beachten Sie: Wenn der Husten länger als drei Tage anhält, sollten Sie zum Arzt gehen.

Thymiantee © Thinkstock

Hausmittel 1: pflanzliche Mittel

Bei Husten können verschiedene pflanzliche Mittel – zum Beispiel mit Spitzwegerich, Eibischwurzel, Efeu oder Thymian – zum Einsatz kommen. Spitzwegerich und Eibischwurzel wirken hustenstillend, Efeu und Thymian dagegen hustenlösend. Sie können Sie zum Beispiel in Form von Tee einnehmen.

Hausmittel 2: Inhalation

Inhalationen können die Hustensymptome gut lindern. Außerdem konnte nachgewiesen werden, dass dadurch die Vermehrung der Viren gehemmt wird.

So funktioniert die Inhalation: Geben Sie zwei bis drei Esslöffel Salz in eine Schüssel und gießen Sie heißes Wasser darüber. Lassen Sie die Flüssigkeit ein wenig abkühlen, sonst besteht Verbrühungsgefahr. Halten Sie anschließend Ihren Kopf über die Schüssel und bedecken Sie ihn mit einem großen Handtuch. Auf diese Weise kann der Wasserdampf nicht entweichen. Atmen Sie tief durch die Nase ein. Sie können zum Inhalieren auch einen speziellen Inhalator verwenden.

Hausmittel 3: ansteigendes Fußbad

Baden Sie Ihre Füße und Unterschenkel zunächst in 35 Grad Celsius warmem Wasser. Sie können dafür zum Beispiel einen großen Eimer oder eine spezielle Fußbadewanne verwenden. Innerhalb der nächsten zehn Minuten sollten Sie die Temperatur dann etwa alle zwei Minuten steigern – bis auf 40 Grad Celsius. Dabei sollte es zu einer spürbaren Überwärmung und einer deutlichen Schweißbildung auf der Stirn kommen. Sie können das Fußbad ein- bis zweimal täglich durchführen. Ziehen Sie sich danach dicke Socken an, damit der Wärmeeffekt möglichst lange anhält.

Hausmittel 4: Honig vor dem Schlafengehen

Seit Jahrhunderten als Hausmittel gegen Husten verwendet, konnte die Wirksamkeit von Honig auch in Studien bestätigt werden. Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigen: Ein Löffel Honig vor dem Schlafengehen wirkt sich positiv auf die Dauer und den Schweregrad des Hustens aus und verbessert die Schlafqualität.
Kein Honig für Säuglinge
Bienenhonig ist zwar ein natürliches Produkt, kann jedoch mit gefährlichen Bakterien verunreinigt sein, die bei Kleinkindern Säuglingsbotulismus auslösen können – eine sehr seltene, aber mitunter lebensbedrohliche Erkrankung mit Lähmungen der Atem- und Schluckmuskulatur.

Die Sporen des Clostridium botulinum können bei Babys in den ersten zwölf Lebensmonaten noch den Darm besiedeln und dort auskeimen. Denn die Darmflora ist bei Kleinkindern noch nicht ausgereift. Die Erreger können sich schnell vermehren und ein muskellähmendes Gift produzieren.

Wird der Honig allerdings ausreichend erhitzt, sterben die Keime ab. Trotzdem sollte bei Babys in den ersten zwölf Lebensmonaten von einer Behandlung mit dem Naturheilmittel Honig abgesehen werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.02.2017
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Leitlinie Nr. 11 der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin: Husten
  • Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit: Bienenhonig: Nicht für Kleinkinder unter einem Jahr, 2008
  • Journal für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit 2007: Ute Messelhäusser et al.: Nachweis von Clostridium botulinum Typ A, B, E und F mittels real-time-PCR, 24.05.2007
  • Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin: Husten (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/053-013l_S3_Husten_2014-02.pdf)
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