Therapie bei Hühneraugen

Bei einem Hühnerauge helfen hornhauterweichende Lösungen, Salben oder Pflaster aus der Apotheke. Diese enthalten Salicylsäure allein oder in Kombination mit Milchsäure oder Essigsäure.

Manche Zubereitungen enthalten zusätzlich den Wirkstoff Polidocanol, der örtlich betäubend wirkt und so Schmerzen und Juckreiz hemmt. Die abschälenden Mittel lösen die Hornhaut. Beim Auftragen besteht die Gefahr, dass die benachbarte Haut verletzt wird. Deshalb sollte das gesunde Hautgewebe, das die Druckstelle oder Warze umgibt, vorsichtshalber mit Zinkpaste oder Vaseline abgedeckt werden.
Tipp
Während des Abheilungsprozesses von Hühneraugen oder auch vorbeugend schützen Druckschutzpflaster das gefährdete Gewebe. Die Schaumstoffringe werden einfach auf die Druckstelle geklebt.

Anwendung von hornhautlösenden Pflastern

Die mit dem Wirkstoff getränkten Pflaster werden direkt auf die Druckstelle geklebt. Sie enthalten Salicylsäure oder Kombinationen mit Salicylsäure. Nach zwei Tagen muss das Pflaster erneuert werden. Nach vier Tagen lässt sich das so erweichte Hühnerauge nach einem Fußbad leicht entfernen. Kinder sollten nicht mehrere Pflaster gleichzeitig benutzen. Es kann sonst zu unerwünschten Wirkungen kommen.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Abschälende Mittel mit Salicylsäure werden bei richtiger Dosierung normalerweise gut vertragen. Sie dürfen allerdings nicht im Gesicht angewandt werden oder mit Schleimhäuten am Auge oder im Genitalbereich in Berührung kommen. Außerdem eignen sie sich nicht zur großflächigen Langzeitbehandlung der Haut – insbesondere bei Säuglingen, Kleinkindern, Schwangeren, Stillenden oder Personen mit Nierenerkrankungen.

Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Einnahme von mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden. In jedem Beipackzettel finden Sie dies unter dem Begriff Gegenanzeigen. Auch Mittel zum Einreiben können Wechselwirkungen hervorrufen.

Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn

  • die Hühneraugen besonders groß sind
  • Selbstbehandlung nicht hilft
  • die Hühneraugen stark schmerzen oder sich entzünden
Autoren und Quellen Aktualisiert: 15.12.2016
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie
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