Operation bei Hüftgelenksarthrose: Girdlestone-OP

Eine weitere, bei Hüftgelenksarthrose allerdings selten notwendige Operationsmethode besteht in der ersatzlosen Entfernung des Hüftkopfs zusammen mit Teilen des Schenkelhalses. Es handelt sich um die sogenannte Girdlestone-Operation.

Nach Entfernen des kranken Hüftkopfs bildet sich zwischen dem Rest des Oberschenkelhalses und der Beckenschaufel eine Art Ersatzgelenk mit einer Narbenplatte aus. Bewegungen in diesem Bereich sind durchaus möglich. Das operierte Bein wird allerdings stets um mehrere Zentimeter kürzer. Die Patienten können aber trotz einer fehlenden Gelenkführung mit entsprechendem Beinlängenausgleich – manchmal kombiniert mit einer stützenden Beinschiene – recht ordentlich gehen.

Zur Girdlestone-Operation wird allerdings nur in Ausnahmefällen gegriffen werden, beispielsweise wenn eine schwere eitrige Entzündung des kranken Hüftgelenks vorliegt, die andere Operationsverfahren unmöglich macht. Auch bei chronischen Entzündungen nach Einbau eines neuen Hüftgelenks ist die Girdlestone-Hüfte manchmal der einzige Ausweg.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 23.01.2012
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: awmf-online.de : Coxarthrose, Stand 2002
  • Ortho Hamburg: Coxarthrose Verschleiß des Hüftgelenkes
  • Klinik am Homberg: Coxarthrose
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