Medikamentöse Therapie bei einer Hüftgelenksarthrose

Bei einer Hüftgelenksarthrose wird eine Physiotherapie häufig von einer medikamentösen Therapie begleitet, die die Entzündungserscheinungen im Gelenk zurückdrängt und außerdem die Schmerzen lindert. Sie spielt vor allem für die Langzeittherapie eine Rolle.

Es gibt zahlreiche Medikamente mit unterschiedlichem Wirkungsprofil (sogenannte Antirheumatika). Sie sollten jedoch nie ohne entsprechende Verordnung des Arztes und dauernde Kontrollen eingenommen werden.

Die Verträglichkeit dieser Medikamente hat sich in neuerer Zeit wesentlich gebessert. Dennoch können die Nebenwirkungen (zum Beispiel Magen-Darm-Beschwerden oder eine Veränderung des Blutbilds) so erheblich sein, dass sie dazu zwingen, das Medikament abzusetzen. Die jeweilige Dosierung muss den individuellen Erfordernissen und Reaktionen des Patienten angepasst werden. Gelegentlich werden zusätzlich Schmerzmittel oder Kortison-Präparate gegeben.

In den letzten Jahren werden auch zunehmend sogenannte SYSADOA (Symptomatic Slow Acting Drugs in Osteoarthritis) wie Hyaluronsäure, Chondroitin, Glucosamin in die Therapie miteinbezogen. Diese Medikamente wirken möglicherweise strukturverändernd, zeigen aber keine direkte schmerzlindernde Wirkung. Ihre Wirkung ist zurzeit noch nicht wissenschaftlich belegt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 23.01.2012
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: awmf-online.de : Coxarthrose, Stand 2002
  • Ortho Hamburg: Coxarthrose Verschleiß des Hüftgelenkes
  • Klinik am Homberg: Coxarthrose
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