Hüftgelenksarthrose: Richtig gehen mit künstlichem Hüftgelenk

Patienten, denen wegen einer Hüftgelenksarthrose (Coxarthrose) ein küstliches Hüftgelenk implantiert wurde, sollten im Anschluss ein angepasstes Leben führen. Das bedeutet nicht, dass sich ein Patient mit einem neuen Hüftgelenk während seines weiteren Lebens in Watte packen muss. Es wurde ihm ja durch die Operation gerade die Möglichkeit gegeben, schmerzfrei zu gehen und wieder mehr Aktivität zu entfalten.

Auf der anderen Seite können jedoch übermäßige Beanspruchungen und die Freude über die Schmerzfreiheit eine Überbelastung bedingen, die zu einer vorzeitigen Lockerung der Hüftgelenksprothese führen kann.

Das richtige Gehen wird unter krankengymnastischer Anleitung erlernt. Unharmonische Bewegungsabläufe, die sich im Laufe der Krankheit eingeschlichen hatten, bestehen meist nicht mehr. Dennoch gelingt korrektes Gehen, besonders in den ersten Wochen und Monaten nach der Operation, nur unter der vollen Konzentration des Patienten. Hier geht es nicht nur um ästhetische Gesichtspunkte, sondern darum, den maximalen Nutzen durch das neue Hüftgelenk zu erzielen. Die isolierte Betrachtung der Hüfte wäre falsch – der Bewegungsablauf des gesamten Körpers muss geschult werden.

Auf Dauer wird der eine oder andere Patient nach wie vor seinen Handstock benutzen müssen. Dieser gibt oft mehr Sicherheit und wird selten generell abgelehnt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 23.01.2012
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: awmf-online.de : Coxarthrose, Stand 2002
  • Ortho Hamburg: Coxarthrose Verschleiß des Hüftgelenkes
  • Klinik am Homberg: Coxarthrose
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