HIV/AIDS: Der Infektion vorbeugen

Das Thema HIV/AIDS verschwindet immer mehr aus unseren Köpfen. Dabei infizieren sich nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts aktuell im Jahr über 3.000 Menschen in Deutschland mit HIV. Deshalb ist es wichtig, sich dieses Thema immer wieder ins Gedächtnis zu rufen und sich vor allem richtig zu schützen.

AIDS-Schleife © Thinkstock

Risikogruppen: zum Beispiel Homosexuelle und Drogenabhängige

„Wissen ist Macht!“ – Dieser Spruch bewahrheitet sich hier in besonderer Weise. Zu fast keinem Thema sind mehr Gerüchte und Falschmeldungen in die Welt gesetzt worden als zu HIV/AIDS. Um sich und andere zu schützen, sollte man wissen, dass die Übertragung des HI-Virus nur auf bestimmtem Weg erfolgen kann.

Prinzipiell kann sich jeder mit HIV infizieren. Allerdings gibt es Risikogruppen, bei denen die Gefahr einer Infektion höher liegt. Zu diesen Risikogruppen zählen Homosexuelle, Drogenabhängige und Menschen mit häufig wechselnden Geschlechtspartnern.

Sex

Die häufigste Übertragung geschieht beim Sex. Deshalb ist geschützter Anal-, Oral- und Vaginalverkehr das A und O, um das Risiko einer HIV-Übertragung so weit wie möglich zu minimieren. Hierfür sind Kondome immer noch am besten geeignet. Der Gebrauch von Kondomen sollte für jeden eine Selbstverständlichkeit sein. Wer in einer festen Beziehung lebt, sollte mit dem Partner stets offen und ehrlich umgehen. Seitensprünge – besonders wenn ungeschützter Geschlechtsverkehr stattgefunden hat – müssen offen angesprochen werden. Insgesamt rettet ein offener Umgang mit dem Thema Leben.

HIV/AIDS ist auch ein großes Thema bei Urlaubsreisen. In vielen Ländern wird die AIDS-Gefahr unterschätzt. Es gibt eine hohe Dunkelziffer an Infizierten, vor allem auch unter den Prostituierten. Safer Sex gilt auch hier unbedingt und zu jeder Zeit!

Drogenutensilien

Bei Drogenabhängigen kommt es meist zu einer Übertragung von HIV durch gemeinsam benutzte Nadeln. Es gibt verschiedene Hilfsprogramme, die versuchen, diesem Personenkreis durch Alternativen zum Drogenkonsum (zum Beispiel dem Methadon-Programm) oder durch Verteilung von sauberen Spritzbestecken zu helfen.

Blutprodukte

Die Übertragung durch HIV-infizierte Blutprodukte ist durch die strengen Tests in Deutschland seit Langem nicht mehr nachgewiesen worden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 14.04.2015
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: N. Suttorp, M. Mielke, W. Kiehl, B. Stück (Hrsg.): Infektionskrankheiten verstehen, erkennen, behandeln, Thieme-Verlag 2004
  • NH. Brockmeyer et al.: HIV-Infekt, Epidemiologie, Prävention, Pathogenese, Diagnostik, Therapie, Psychsoziologie. Springer Verlag 2000
  • Priv.-Doz. Dr. J. Rockstroh und Prof. Dr. U. Spengler (Hrsg.): Opportunistische Infektionen und Tumore im Verlauf der HIV-Infektion, Medizinische Universitätsklinik I der Universität Bonn, UNI-MED Science, 2., neu bearb. Auflage 2003
  • K. Arasteh, R. Weiß: Buch gegen die Panik - Leben mit der HIV-Infektion, Verlag Rosa Winkel 2002
  • Robert-Koch-Institut : Infektionskrankheiten A-Z
  • Robert Koch-Institut: HIV/AIDS in Deutschland – Eckdaten der Schätzung. Epidemiologische Kurzinformation des Robert Koch-Instituts (Stand: Ende 2012)
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