Antiretrovirale Therapie bei HIV/AIDS: Nebenwirkungen
Resistenzentwicklung
Die antiretrovirale Therapie richtet sich gegen das HI-Virus selbst. Dieses hat jedoch die Eigenschaft zu mutieren, also seine genetischen Eigenschaften zu verändern. Schon kleine Veränderungen des Virus können dabei zu einer Minderung oder einem Verlust der Medikamentenwirkung führen (Resistenzentwicklung). Schlimmstenfalls kommt es aufgrund der Mutationen zu einer sogenannten Mulitresistenz gegen mehrere Medikamente. Der Arzt muss dann andere Medikamentenkombinationen finden, was sich unter Umständen sehr schwierig gestalten kann. Deshalb plädieren manche Experten dafür, den Therapiestart so weit wie möglich hinauszuzögern.
Nebenwirkungen
Antiretrovirale Medikamente verursachen zahlreiche Nebenwirkungen. Zu den wichtigsten akuten Nebenwirkungen zählen:
- Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse)
- Leberinsuffizienz
- Unverträglichkeitsreaktionen wie Hautausschläge, Übelkeit, Durchfälle, Kopfschmerzen
Als Langzeitnebenwirkungen werden beobachtet:
- Laktatazidose (Überschuss an Milchsäure im Blut)
- Neuropathien (Nervenstörungen)
- Störungen in der Fettverteilung, Abbau von Fettgewebe
- Störungen im Blutzuckerstoffwechsel
- Störungen im Fettstoffwechsel





