Das Vollbild AIDS

Das Vollbild AIDS, auch als AIDS-Stadium bezeichnet, wird durch das Auftreten opportunistischer Infektionen und Malignomen (bösartige Geschwulste) bestimmt – den sogenannten AIDS-definierenden Erkrankungen.

Die EU-Kommission hat für Europa eine einheitliche Definition von AIDS festgelegt. Demnach ist ein AIDS-Fall gegeben, wenn eine Person mit einer HIV-Infektion eine AIDS-definierende Erkrankung aufweist, die in der europäischen Falldefinition für AIDS festgelegt ist.

Erkrankungen treten in unterschiedlicher Ausprägung auf

Je nach Zahl der CD4+-Zellen treten diese AIDS-definierenden Erkrankungen in unterschiedlicher Ausprägung auf – umso heftiger, je stärker das Abwehrsystem beeinträchtigt ist, also je geringer die Zahl der CD4+-Zellen im Blut ist. Die Erreger sind Bakterien, Pilze, Viren und Parasiten, die normalerweise von einem gesunden Immunsystem problemlos in Schach gehalten werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 21.03.2017
  • Autor/in: Anja Dolski, Medizinredakteurin, vitapublic GmbH; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: CDC: Centers of Disease Control and Prevention: AIDS-Defining Conditions, 2017.
  • Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften: Entscheidungen der Kommission vom 19. März 2002 zur Festlegung von Falldefinitionen für die Meldung übertragbarer Krankheiten an das Gemeinschaftsnetz gemäß der Entscheidung Nr. 2119/98/EG des Europäischen Parlaments und des Rates
  • Robert Koch Institut: RKI-Ratgeber für Ärzte – HIV-Infektion/AIDS. http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_HIV_AIDS.html
  • Deutsche AIDS Gesellschaft e.V.: Deutsch-Österreichische Leitlinien zur antiretroviralen Therapie der HIV-Infektion.
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