HIV/AIDS: Sport und Bewegung mit HIV-Infektion

HIV/AlDS und Sport schließen sich nicht aus – im Gegenteil. Sport hat eine allgemein positive Wirkung auf das Immunsystem. Mit Hilfe sportlicher Betätigung kann sich z.B. die Anfälligkeit gegenüber Infektionskrankheiten wie Grippe durch Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte reduzieren lassen. Auch bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen wie Stammfettsucht lassen sich dadurch minimieren. Wichtig ist, dass sich die Sportart auch an der momentanen körperlichen Verfassung ausrichtet. Es gibt viele Vereine in denen Infizierte mit Nichtinfizierten trainieren. Beratungsstellen können hier weiterhelfen.

Welche Sportart nun für HIV-Infizierte in Frage kommt, hängt vom Grad der Infizierung und damit von der körperlichen Verfassung ab. Es ist in jedem Fall ratsam, vor irgendwelchen sportlichen Betätigungen mit dem behandelnden Arzt zu sprechen.

Leistungssportler müssen auf Grund einer HIV-Infektion nicht aufhören. Ein berühmtes Beispiel ist der Basketballspieler Magic Johnson, der sich während seiner aktiven Laufbahn infiziert hat und trotzdem seine Karriere fortsetzen konnte. Allerdings sollten HIV-Infizierte nicht als Neueinsteiger in den Leistungssport gehen. Dies überfordert das angegriffene Immunsystem, da der Körper solche physischen Leistungen nicht gewohnt ist.

Stichwort Sportverletzungen

Es kann immer mal wieder vorkommen, das bei sportlicher Tätigkeit eine Verletzung auftritt, bei der es zu Blutungen kommt. Hier ist es lebenswichtig dem Behandelnden - falls es nicht der eigene Arzt ist - die HIV-Infektion sofort mitzuteilen. Einfache Gummihandschuhe, wie sie jetzt in jedem kompletten Erst-Hilfe-Kasten (Auto) zu finden sind, reichen dann als Schutz vor einer möglichen Virenübertragung aus.
  • Autor/in: vitanet.de
  • Quellen: N. Suttorp, M. Mielke, W. Kiehl, B. Stück (Hrsg.): Infektionskrankheiten verstehen, erkennen, behandeln, Thieme-Verlag 2004
  • NH. Brockmeyer et al.: HIV-Infekt, Epidemiologie, Prävention, Pathogenese, Diagnostik, Therapie, Psychsoziologie. Springer Verlag 2000
  • Priv.-Doz. Dr. J. Rockstroh und Prof. Dr. U. Spengler (Hrsg.): Opportunistische Infektionen und Tumore im Verlauf der HIV-Infektion, Medizinische Universitätsklinik I der Universität Bonn, UNI-MED Science, 2., neu bearb. Auflage 2003
  • K. Arasteh, R. Weiß: Buch gegen die Panik - Leben mit der HIV-Infektion, Verlag Rosa Winkel 2002
  • Robert-Koch-Institut : Infektionskrankheiten A-Z
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