Ratgeber und Selbsthilfe bei HIV und AIDS

Vom Job über die Ernährung bis hin zum Alltag mit dem Partner – bei einer HIV-Infektion gilt es vieles zu beachten. Auch eigene Kinder zu bekommen ist für HIV-infizierte Menschen möglich, Reisen können unternommen werden. Doch auch hierüber sollten sich die Betroffenen voher gut informieren.

Die Diagnose „HIV-positiv“ ist für viele zunächst ein Schock. Gleichzeitig müssen zahlreiche Entscheidungen getroffen werden. Deshalb sollten Sie sich nicht scheuen, professionelle Hilfe von qualifizierten Ansprechpartnern in Anspruch zu nehmen. Zudem sollten Sie sich über verschiedene rechtliche Fragen aufklären lassen.

Denn mit einer HIV-Infektion kann man mittlerweile gut leben. Neben der medikamentösen Therapie kann eine verantwortungsbewusste und gesunde Lebensführung das Virus noch jahrelang daran hindern, sich im Körper weiter auszubreiten. Eine gesunde Ernährung trägt nicht nur zum allgemeinen Wohlbefinden bei, sondern kann auch viele Nebenwirkungen der Medikamente ausgleichen. Dasselbe gilt für Sport: Er stärkt das Immunsystem. Wichtig ist auch eine lebensbejahende Grundeinstellung.

Schutz vor Infektionen und der Ansteckung anderer

Vor allem bei Reisen in Länder, in denen ein erhöhtes Risiko für Infektionskrankheiten besteht, sollten entsprechende Vorkehrungen getroffen werden – wie erforderliche Impfungen und eine gut bestückte Reiseapotheke. In manchen Fällen wird jedoch HIV-Infizierten von bestimmten Impfungen abgeraten und einige Länder haben sogar Einschränkungen bei der Einreise HIV-infizierter Menschen.

Während des Aufenthalts helfen bestimmte Ernährungsregeln, um sich vor Infektionen zu schützen. Auch bei der Sexualität sollten HIV-infizierte Menschen unbedingt gewisse Regeln beachten, um eine Übertragung auf den Partner zu verhindern. Eine Schwangerschaft ist trotz HIV-Infektion möglich, will jedoch gut geplant sein: Mit den entsprechenden medizinischen Maßnahmen kann das Infektionsrisiko für das Kind auf unter zwei Prozent gesenkt werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 21.03.2017
  • Autor/in: Anja Dolski, Medizinredakteurin, vitapublic GmbH; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Robert Koch Institut: RKI-Ratgeber für Ärzte – HIV-Infektion/AIDS. http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_HIV_AIDS.html
  • Deutsche AIDS Gesellschaft e.V.: Deutsch-Österreichische Leitlinien zur antiretroviralen Therapie der HIV-Infektion.
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