HIV/AIDS

Das „Acquired Immune Deficiency Syndrome“ (erworbenes Immun-Schwäche-Syndrom, kurz AIDS) wird durch eine Infektion mit dem HI-Virus verursacht. Die Übertragung erfolgt durch verschiedene Körperflüssigkeiten, etwa beim Geschlechtsverkehr, aber auch beim Stillen mit der Muttermilch, nicht jedoch über Tröpfcheninfektion, beim Küssen und Umarmen von HIV-Infizierten.

Die verschiedenen Stadien der HIV-Infektion

Das Virus greift das Immunsystem an, sodass die Infektion zu einer zunehmenden Schwächung der Immunabwehr führt. Das beginnt schleichend und deshalb werden die ersten Anzeichen einer HIV-Infektion meist kaum bemerkt. Erst wenn sich die Krankheit nach einigen Jahren manifestiert hat und das Immunsystem stark beeinträchtigt ist, treten Komplikationen auf, etwa hartnäckige Pilzinfektionen.

Bricht das Immunsystem irgendwann gänzlich zusammen, ist der Körper einer Vielzahl von Krankheitserregern hilflos ausgesetzt. Die Erreger, gegen die sich der menschliche Organismus normalerweise zur Wehr setzen kann, führen bei dem durch HIV immungeschwächten Körper zu schweren Krankheiten. Erst in diesem Stadium spricht man dann medizinisch korrekt von AIDS.

Die Diagnose AIDS/HIV

Um HIV zu diagnostizieren, stehen Bluttests zur Verfügung. Für ein sicheres Ergebnis sollte die mögliche Ansteckung mindestens drei Monate zurückliegen. Der Test lässt sich auch anonymisiert durchführen. Ist das Testergebnis positiv, liegt also eine HIV-/AIDS-Infektion vor, führt der Arzt weitere Untersuchungen durch, um das Stadium der Erkrankung festzustellen und zu erkennen, welche weiteren Erkrankungen vorliegen. Zusätzlich zur Therapie, die sich nach dem Stadium der HIV-Infektion richtet, startet ein Beratungsprogramm, das dem Patienten vermittelt, wie er am besten mit seiner HIV-Infektion umgeht und den Alltag meistert.

Fortschritte im Kampf gegen Aids

Bis heute ist eine HIV-Infektion trotz enormer wissenschaftlicher Bemühungen noch nicht heilbar. Doch die Immunschwächekrankheit hat an Schrecken verloren: Durch den Einsatz moderner Therapien haben Betroffene eine fast normale Lebenserwartung. Problematisch ist, dass die Zahl der Neuinfektionen noch immer sehr hoch ist – vor allem in den Entwicklungsländern.

Der Versuch, Neuerkrankungen durch Aufklärung über wirksamen Schutz vor HIV zu senken, scheint erste Erfolge zu zeigen: Der Welt-AIDS-Bericht der Vereinten Nationen (UN) von 2010 beurteilt das Sexualverhalten junger Menschen als diesbezüglich etwas achtsamer. Außerdem zeigt der Einsatz der antiretroviralen Therapie Wirkung. Die Zahl der HIV-Infizierten weltweit nimmt jedoch trotz allem weiter zu.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 30.08.2012
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: N. Suttorp, M. Mielke, W. Kiehl, B. Stück (Hrsg.): Infektionskrankheiten verstehen, erkennen, behandeln, Thieme-Verlag 2004
  • NH. Brockmeyer et al.: HIV-Infekt, Epidemiologie, Prävention, Pathogenese, Diagnostik, Therapie, Psychsoziologie. Springer Verlag 2000
  • Priv.-Doz. Dr. J. Rockstroh und Prof. Dr. U. Spengler (Hrsg.): Opportunistische Infektionen und Tumore im Verlauf der HIV-Infektion, Medizinische Universitätsklinik I der Universität Bonn, UNI-MED Science, 2., neu bearb. Auflage 2003
  • K. Arasteh, R. Weiß: Buch gegen die Panik - Leben mit der HIV-Infektion, Verlag Rosa Winkel 2002
  • Robert-Koch-Institut: Epidemiologische Bulletin 47/2006
  • UNAIDS: Welt-AIDS-Bericht 2006
  • dpa
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