Therapie eines Hexenschusses

Die Therapie eines nicht spezifischen Hexenschusses (Lumbago) richtet sich nach der Stärke der Beschwerden. Wenn ein Patient nur noch auf allen Vieren gehen kann und sehr starke Schmerzen hat, dann bringt eine schmerzstillende medikamentöse Therapie rasche Linderung.

Eine invasive Therapie – beispielsweise mittels intramuskulärer oder intravenöser Injektion von Schmerzmitteln – ist laut Leitlinie jedoch nicht erforderlich. Die Schmerzmittel, die für die orale Einnahme zur Verfügung stehen, wirken ausreichend.

Keine Bettruhe halten, sondern in Bewegung bleiben

Da die medikamentöse Therapie bei einem nicht spezifischen Hexenschuss nur zeitlich begrenzt eingesetzt wird, sind keine wesentlichen Nebenwirkungen zu erwarten. Außerdem sollte der Patient keine Bettruhe halten. Er sollte stattdessen weiterhin in Bewegung bleiben – allerdings sind im akuten Stadium keine Bewegungstherapie oder Massagen angeraten.

Lagerung im Stufenbett, Seitenlagerung, Wärme

Gut wirksam bei einem Hexenschuss ist die Lagerung im Stufenbett. Manchmal verschwinden die Schmerzen bei dieser Lagerung innerhalb von Stunden. Ähnlich günstig wirkt sich bei einem Hexenschuss die Seitenlagerung mit angezogenen Beinen aus. Ein Heizkissen im Bett, eine Wärmflasche oder Rotlichtbestrahlungen entkrampfen die Muskulatur.

Da jeder Mensch eine andere Schmerzschwelle besitzt und durch die Beschwerden mehr oder weniger beunruhigt wird, muss sich die Therapie bei einem Hexenschuss einerseits nach der Stärke der Schmerzen, andererseits nach der Einstellung des Patienten richten.

Klingt der Hexenschuss nicht innerhalb weniger Tage ab, so kann sich dahinter eine ernstere Bandscheibenerkrankung verbergen. Deshalb ist es sinnvoll, sich nach einiger Zeit noch einmal bei einem Arzt vorzustellen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 28.01.2015
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung und Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften: Nationale Versorgungsleitlinie Kreuzschmerz (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/nvl-007l_S3_Kreuzschmerz_2013-08.pdf)
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