Hexenschuss (Lumbago)

Gerade eben noch konnte man seiner normalen Tätigkeit nachgehen, dann macht man einen Fehltritt auf der Straße, bückt sich nach vorne oder dreht sich im Bett um. Das Ergebnis: ein Hexenschuss (Lumbago).

Es wird zwischen nicht spezifischen und spezifischen Kreuzschmerz unterschieden. Nur beim spezifischen Schmerz ist die Ursache bekannt. Meistens handelt es sich dabei um einen Bandscheibenvorfall, eine Fraktur, eine Entzündung oder einen Tumor. Beim nicht spezifischen Kreuzschmerz lassen sich mit den derzeitigen diagnostischen Möglichkeiten keine Ursache darstellen.

Um den zeitlichen Verlauf zu beschreiben, werden die Kreuzschmerzen in akute, subakute und chronische Schmerzen eingeteilt. Akute Kreuzschmerzen können bis zu sechs Wochen andauern. Bestehen die Schmerzen länger, also bis zu zwölf Wochen, werden sie als subakut bezeichnet. Darüber hinaus gelten sie als chronisch. Treten die Schmerzen nach einer beschwerdefreien Zeit von etwa sechs Monaten erneut auf, spricht man von rezidivierenden Kreuzschmerzen.

Wenn Sie mit akuten Rückenschmerzen zum Arzt gehen, steht die körperliche Untersuchung im Mittelpunkt. Sie gibt Aufschluss darüber, ob es sich tatsächlich nur um einen akuten, aber vorübergehenden Rückenschmerz, einen Bandscheibenvorfall oder eine andere Erkrankung handelt. Sofern keine Nervenstörungen vorliegen, ist die Anfertigung eines Röntgenbildes bei der ersten Konsultation nicht unbedingt notwendig.

Therapie: Schmerzen stillen und bewegen

Die Therapie eines nicht spezifischen Hexenschusses besteht aus einer sinnvollen Schmerztherapie und Bewegung. Zusätzlich können Wärme – zum Beispiel durch das Auflegen einer Wärmflasche – und Entspannungsübungen hilfreich sein.

Tipps zur Selbsthilfe: Wenn Sie an einem ausgeprägten nicht spezifischen Hexenschuss leiden, können Sie schmerzlindernde Medikamente einnehmen, die Sie rezeptfrei in der Apotheke bekommen. Danach gilt: wieder in Bewegung kommen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 28.01.2015
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung und Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften: Nationale Versorgungsleitlinie Kreuzschmerz (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/nvl-007l_S3_Kreuzschmerz_2013-08.pdf)
  • Oldenkott, Paul (2001): Rückenschmerzen wirksam lindern und vorbeugen, Trias
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