Heuschnupfen: Beschwerden vorbeugen – Pollen meiden

Heuschnupfen ist vor allem eines: lästig. Neben Medikamenten helfen ein paar einfache Tipps und Tricks, die Heuschnupfenzeit weitgehend beschwerdefrei zu überstehen.

Tipp 1: Bleiben Sie bei starkem Pollenflug im Haus

Auf dem Land ist der Pollenflug frühmorgens am stärksten, in der Stadt abends.

Tipp 2: Immer nur kurz lüften

Achten Sie zusätzlich darauf, dass die Pollenkonzentration nicht zu hoch ist.

Tipp 3: Bringen Sie Pollenschutzgitter an den Fenstern an

Diese können einfach mit Klettband am Fensterrahmen fixiert werden.

Tipp 4: Lassen Sie einen Pollenfilter in Ihr Auto einbauen

So gelangen Pollen nicht durch Lüftung und Klimaanlage ins Fahrzeuginnere.

Tipp 5: Informieren Sie sich über den aktuellen Pollenflug

So wissen Sie immer, wie hoch die Pollenbelastung in Ihrer Region ist.

Tipp 6: Straßenkleidung ausziehen

Tragen Sie Ihre Kleidung nicht mit ins Schlafzimmer, denn sie ist voller Pollen.

Tipp 7: Täglich abends Haare waschen

Im Haar sammeln sich Pollen – werden Sie sie vor dem Zubettgehen wieder los.

Tipp 8: Eine Nasendusche spült Pollen aus der Nase

Ein weiteres Plus: Die Nasendusche befeuchtet die Nasenschleimhaut.

Acht Tipps: Vorbeugen und den Pollen aus dem Weg gehen

Viele Heuschnupfen-Geplagte reagieren allergisch auf Pollen von Pflanzen. Außer im Spätherbst sind hierzulande inzwischen fast immer fliegende Pollen unterwegs: So blüht die Haselnuss oft schon im Januar, die Erle folgt im Februar/März und Anfang April beginnt die Birkenblüte. Von Mai bis Juli blühen Gräser und Getreide, die klassischen Auslöser von Heuschnupfen. Und bis in den September hinein sind wir den Kräuterpollen von Beifuß und Spitzwegerich ausgesetzt.

Eine einzelne Pflanze kann unglaublich viele Pollen produzieren: eine Roggenähre allein mehr als vier Millionen, der Haselstrauch im Vorgarten ungefähr 600 Millionen Pollen. Deshalb ist es gerade im Sommer fast unmöglich, sich vor den Pollen zu schützen. Zehn Pollenkörnchen reichen schon aus, um die Nase laufen und die Augen jucken zu lassen. Für Menschen mit Heuschnupfen heißt das eigentlich: Zu Hause bleiben und Fenster schließen – nur so können sie dem Heuschnupfen vorbeugen.

Doch natürlich kann kein Mensch die ganze Pollensaison über das Haus hüten. Deshalb müssen Pollenallergiker auf andere Maßnahmen zurückgreifen. Neben Medikamenten helfen ein paar Tipps, die Heuschnupfenzeit zu überstehen:

  • Tipp 1: Bleiben Sie im Haus, wenn der Pollenflug am stärksten ist: Auf dem Land ist das frühmorgens, in der Stadt abends.
  • Tipp 2: Lüften Sie Ihre Wohnung immer nur kurz und nicht dann, wenn die Pollenkonzentration am höchsten ist.
  • Tipp 3: Es gibt Pollenschutzgitter, die einfach mit Klettband im Fensterrahmen fixiert werden.
  • Tipp 4: Für Autos mit Klimaanlage gibt es Pollenfilter.
  • Tipp 5: Informieren Sie sich über den aktuellen Pollenflug in der Tageszeitung, per Telefon oder im Internet. Zur Pollenflugvorhersage von vitanet.de.
  • Tipp 6: Ziehen Sie Ihre Straßenkleidung vor der Schlafzimmertür aus, denn sie ist voller Pollen.
  • Tipp 7: Waschen Sie Ihr Haar möglichst täglich abends, denn auch dort sammelt sich Pollenstaub.
  • Tipp 8: Mit einer Nasendusche spülen Sie Pollen und zähen Schleim aus der Nase und befeuchten sie gleichzeitig.

In den Ferien Urlaub vom Heuschnupfen machen

Besonders unangenehm wird es, wenn der Heuschnupfen Ihnen auch noch den Urlaub vermiest. Damit Sie sich in Ihren Ferien auch wirklich erholen können, sollten Sie Heuschnupfen vorbeugen, indem Sie Ihr Reiseziel nach gewissen Kriterien auswählen:
  • Reisen Sie während des schlimmsten Pollenflugs möglichst in eine pollenarme Klimazone.
  • Im Mittelmeerraum und auf den kanarischen Inseln gibt es fast keine, in Skandinavien hingegen extrem viele Birkenpollen.
  • Bei sehr starker Pollenallergie ist eine gute Empfehlung: Machen Sie Urlaub im Hochgebirge, denn oberhalb von 2.000 Metern ist die Luft ab Juli praktisch pollenfrei.
  • Oder besuchen Sie eine Insel, die weit genug vom Festland entfernt ist, dass auch bei kräftigem Wind kaum Pollen bei Ihnen ankommen. Als pollenarm gelten die Nordseeküste sowie die portugiesische, spanische und französische Atlantikküste.
  • Vorsicht Kreuzallergie: Eschenpollenallergiker reagieren oft auch auf Olivenpollen (gesamter Mittelmeerraum), Beifußpollenallergiker auf das Kreuzkraut in Nordamerika.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 14.02.2017
  • Autor/in: Dr. med. Michaela Axt-Gadermann, Hautfachärztin und Medizinjournalistin;Dr. Anne Dietel, Ärztin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Wolfram Sterry, Ralf Paus: Checkliste Dermatologie, Georg Thieme Verlag Stuttgart 2005
  • Friedrich Carl Sitzmann: Duale Reihe Pädiatrie, Georg Thieme Verlag Stuttgart, 2006
  • Interview mit Dr. Birgit Kessler, Fachärztin für Dermatologie im Allergiezentrum der Klinik für Dermatologie,Allergologie und Venerologie der Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • S. Flade: Allergien natürlich behandeln, Gräfe und Unzer Verlag 2001
  • J. Ring: Angewandte Allergologie, MMV 2000
  • Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst
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