Heuschnupfen – Medikamente: Nasensprays mit Cromoglicinsäure

Nasensprays mit Cromoglicinsäure wirken vorbeugend gegen Heuschnupfen (allergischer Schnupfen). Cromoglicinsäure verhindert, dass Histamin und andere entzündungsfördernde Überträgerstoffe aus den Mastzellen freigesetzt werden, indem es die Membran dieser Zellen stabilisiert.

Der Arzneimittelwirkstoff wird deshalb auch als Mastzellstabilisator bezeichnet. Dadurch bleiben die typischen allergischen Beschwerden durch Heuschnupfen wie Juckreiz oder die laufende Nase aus.

Nasensprays mit Cromoglicinsäure wirken vorbeugend

Cromoglicinsäure kann jedoch nur wirken, wenn sie regelmäßig und vorbeugend gegen den Heuschnupfen angewandt wird. Wenn die Medikamente etwa 14 Tage vor dem erwarteten Pollenflug eingenommen werden, kommt es erst gar nicht zur allergischen Reaktion. In dieser Zeit sammelt sich der Wirkstoff im Gewebe an und kann dort schützende Funktionen übernehmen. Das Nasenspray kann auch bei bestehenden Beschwerden angewendet werden. Dann dauert es allerdings einige Tage, bis die Wirkung voll eintritt. Die Nasensprays mit Cromoglicinsäure müssen so lange benutzt werden, wie der Betroffenen den Allergenen ausgesetzt ist.

Kaum Nebenwirkungen der Cromoglicinsäure bekannt

Die Dosierungsempfehlung für die Nasensprays lautet: viermal täglich ein Sprühstoß in jedes Nasenloch. Die Tagesdosis kann bei Bedarf auf je zwei Sprühstöße verdoppelt werden. Wenden Sie die Mittel jedoch nicht öfter als sechsmal am Tag an. Der große Vorteil der Cromoglicinsäure ist, dass derzeit bis auf ein gelegentlich auftretendes leichtes Brennen der Nasenschleimhaut keine Nebenwirkungen und Wechselwirkungen bekannt sind.

Wirkstoff

  • Natriumcromoglicat
Autoren und Quellen Aktualisiert: 09.03.2017
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI): Allergische Rhinokonjunktivitis (http://dgaki.de/wp-content/uploads/2010/05/Leitlinie_AllergischeRhinitis2003.pdf)