Therapie bei Heuschnupfen: Leukotrienrezeptorantagonisten

Leukotriene sind hormonähnliche Substanzen, die im Körper eine Rolle bei allergischen und entzündlichen Reaktionen spielen. Leukotrienrezeptorantagonisten binden an die Rezeptoren für diese Leukotriene im Bronchialsystem und blockieren sie damit. Auf diese Weise wirken die Medikamente Entzündungen und allergischen Beschwerden entgegen.

Beim Heuschnupfen bedeutet das: Die Nase ist weniger verstopft und läuft weniger, der Niesreiz lässt nach und der Schlaf wird verbessert. Auch die Symptome einer allergischen Bindehautentzündung – medizinisch allergische Konjunktivitis genannt – werden gelindert.

Oft in Kombination mit Antihistaminika

Leukotrienrezeptorantagonisten enthalten die Wirkstoffe Montelukast oder Zafirlukast und werden häufig mit einem Antihistaminikum kombiniert. Denn verschiedene Studien haben gezeigt, dass die Kombination aus beiden Medikamentengruppen zu einem besseren Therapieerfolg führt.

Neben Heuschnupfen werden Leukotrienrezeptorantagonisten auch zur Therapie von Asthma bronchiale eingesetzt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 09.03.2017
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Christina Landauer, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI): Allergische Rhinokonjunktivitis (2003)
  • Bachert, Klaus / Lange, Bernd / Virchow, Johann Christian (2005): Asthma und allergische Rhinitis – eine Erkrankung mit zwei Gesichtern