Therapie bei Heuschnupfen: Kortisonpräparate

Sehr wirksam gegen Heuschnupfen und Mittel der Wahl sind Nasensprays, die Glukokortikoide – also Kortison – enthalten. Sie müssen meist nur ein- bis zweimal täglich angewandt werden und bremsen die Entzündung und die überschießende Abwehrreaktion. Die Schleimhäute schwellen ab, die Nase läuft nicht mehr und wird wieder frei, der Niesreiz lässt nach.

Die Kortisonpräparate können jedoch kaum etwas gegen gerötete, geschwollene Augen oder eine allergische Bindehautentzündung ausrichten. Und kortisonhaltige Augentropfen sind zur Allergiebehandlung nicht geeignet. Deshalb kann es sinnvoll sein, zusätzlich zum Kortison-Nasenspray ein Antihistaminikum in Tablettenform einzusetzen.

Keine Angst vor dem Kortison

Viele Patienten haben Angst vor einer Behandlung mit Kortison, da die Nebenwirkungen dieses Wirkstoffs teils erheblich sein können. Da das Kortison bei Heuschnupfen jedoch in einem Nasenspray und damit nur lokal angewandt wird, müssen Heuschnupfen-Geplagte kaum mit schwerwiegenden Nebenwirkungen rechnen. Hin und wieder können sich in der Nase Krusten bilden oder Nasenbluten auftreten.

Etwas Geduld müssen die Allergiker jedoch mitbringen: Es kann ein paar Tage dauern, bis das Kortison seine volle Wirkung entfaltet.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 14.02.2017
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Christina Landauer, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI): Allergische Rhinokonjunktivitis (2003)