Heuschnupfen – Medikamente: antiallergische Nasensprays

Bei allergischen Reaktionen wie dem Heuschnupfen (allergischer Schnupfen) wird aus den sogenannten Mastzellen Histamin ausgeschüttet, was meist wenige Minuten nach dem Allergenkontakt zu den typischen Beschwerden führt. Antihistaminika wirken dem entgegen. Als antiallergisches Nasenspray können Antihistaminika lokal (örtlich) angewandt werden und helfen innerhalb kurzer Zeit gegen den Heuschnupfen. Sie wirken dann direkt auf die Schleimhaut ein.

Antiallergische Nasensprays zweimal täglich anwenden

Die Hersteller der antiallergischen Nasensprays empfehlen bis zum Abklingen der Beschwerden zweimal täglich einen Sprühstoß in jedes Nasenloch zu sprühen. Neigen Sie beim Einsprühen den Kopf nicht nach hinten. Es kann sonst ein bitterer Geschmack auftreten, der zu Übelkeit führt. Die antiallergischen Nasensprays dürfen nicht länger als sechs Monaten angewandt werden.

Wichtiger Hinweis: Antihistaminika können das Reaktionsvermögen beeinträchtigen. Durch Alkohol kann das noch verstärkt werden. Achten Sie deshalb zu Beginn der Einnahme ganz besonders darauf, wie Ihr Körper auf das antiallergische Nasenspray reagiert. Bei Ermüdungserscheinungen sollten Sie nicht mehr aktiv am Straßenverkehr teilnehmen und auch keine Maschinen bedienen.

Bei starkem Heuschnupfen helfen Antihistaminika zum Einnehmen

Wer neben allergischem Schnupfen auch unter tränenden Augen leidet, kann zusätzlich Augentropfen mit dem gleichen Wirkstoff anwenden. Manche Hersteller bieten preisgünstige Kombipackungen an. Bei starken Beschwerden helfen Antihistaminika auch als Medikamente zum Einnehmen gegen den Heuschnupfen.

Wirkstoffe

  • Azelastin
  • Levocabastin-HCl
Autoren und Quellen Aktualisiert: 14.05.2014
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin