Heuschnupfen: Homöopathische Mittel

Bei der Behandlung des Heuschnupfens (allergischer Schnupfen) kommen zunehmend auch homöopathische Mittel zum Einsatz – nicht nur bei akuten, sondern auch bei chronischen Beschwerden. 

Allerdings gibt es bisher keinen wissenschaftlichen Beweis für eine Wirksamkeit, die über den Placeboeffekt hinausgeht. In den aktuellen Leitlinien werden sie nicht für die Therapie des Heuschnupfens empfohlen.

Die Anwendung von homöopathischen Mitteln

Homöopathische Nasentropfen oder -sprays sollten drei- bis viermal täglich verabreicht werden, Tabletten und Tropfen bei chronischen Verlaufsformen ein- bis dreimal täglich. Bei akuten Beschwerden kann die Dosierung von Tabletten und Tropfen auf bis zu zwölf Dosierungseinheiten gesteigert werden.

Wichtig: Beachten Sie die Einnahmeempfehlungen im Beipackzettel. Obwohl homöopathische Mittel im Allgemeinen gut verträglich sind, gibt es Anwendungsbeschränkungen bei Schwangeren, Stillenden und Kindern. Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen bei diesen Personengruppen vor. Unerwünschte Wirkungen können deshalb nicht ausgeschlossen werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 09.03.2017
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Leitlinien der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin: Rhinitis allergica Leitlinien der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin: Rhinitis allergica (https://www.gpau.de/fileadmin/user_upload/GPA/dateien_indiziert/Leitlinien/Leitlinie_Rhinitis_allergica.pdf)
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung