Heuschnupfen: So wird die Diagnose gestellt

Um den Auslöser einer Allergie meiden oder diese behandeln zu können, muss bekannt sein, auf welchen Stoff das Immunsystem überempfindlich reagiert. Selbst bei typischen Allergiebeschwerden ist es jedoch oft nicht einfach, das auslösende Allergen zu identifizieren.

Diagnostik: Anamnese und Hauttest

Bei Verdacht auf eine Allergie kann am besten ein Spezialist, ein Allergologe, helfen. Am Anfang der Diagnostik steht ein ausführliches Anamnesegespräch. Um die Reaktion des Immunsystems auf verschiedene Allergene – besonders Pollen, Nahrungsmittel, Tierhaare und Insektengifte – beurteilen zu können, macht der Arzt einen Hauttest. Ist dies nicht möglich oder bestehen weiterhin Zweifel, kann für eine sichere Diagnose außerdem ein Bluttest durchgeführt werden.

Nasaler Provokationstest

Bei Heuschnupfen, besonders wenn über lange Zeit Schnupfensymptome auftreten, kann ein weiteres Diagnoseverfahren zum Einsatz kommen: der nasale Provokationstest. Dabei wird der vermutlich allergieauslösende Stoff auf die Nasenschleimhaut aufgebracht. Der Arzt beobachtet dann die Reaktion: Tritt beispielsweise Niesreiz auf oder bildet sich Nasensekret? Zudem misst er die Luftdurchgängigkeit der Nase.

Mit diesem Test können Patienten erkannt werden, bei denen Haut- und Bluttest eine Sensibilität auf ein bestimmtes Allergen gezeigt haben, die aber unter natürlichen Bedingungen gar nicht mit allergischen Symptomen reagieren.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 14.05.2014
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI): Allergische Rhinokonjunktivitis (2003)
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