Heuschnupfen (allergischer Schnupfen)

Fast 27 Millionen Deutsche leiden unter einer Allergie – mit steigender Tendenz. Die erhöhte Luftverschmutzung und veränderte Lebensgewohnheiten fördern das Auftreten einer Allergie. Mittlerweile kennt man über 20.000 allergieauslösende Verbindungen. Die häufigste Form des allergischen Schnupfens ist der Heuschnupfen.

Frau schnäuzt sich © Thinkstock

Heuschnupfen: Veranlagung ist vererbbar

Die Veranlagung für Heuschnupfen ist vererbbar. Während der Blütezeit von Birke, Hasel oder Gräsern leiden die Geplagten unter Niesanfällen und laufender Nase. Aber auch Hausstaubmilben, Schimmelpilze oder Tierhaar kommen als Auslöser von Heuschnupfen (allergischem Schnupfen) in Frage. Hier können die Beschwerden das ganze Jahr auftreten.

Heuschnupfen als Symptom einer allergischen Reaktion

Heuschnupfen ist das wohl bekannteste Symptom einer allergischen Typ-I-Reaktion. Typisch für Heuschnupfen sind plötzlicher Niesreiz, eine laufende beziehungsweise verstopfte Nase sowie juckende und geschwollene Schleimhäute. Manche Menschen mit allergischem Schnupfen klagen außerdem über rote und tränende Augen, Müdigkeit sowie Fieber.

Vor der Therapie Allergen identifizieren

Um allergischen Schnupfen beziehungsweise die Allergie behandeln zu können, muss zuvor das krankmachende Allergen identifiziert werden. Hierfür macht der Allergologe einen Hauttest und im Zweifelsfall zusätzlich noch einen Bluttest. Wenn das Allergen bekannt ist, ist die beste Therapie, den allergieauslösenden Stoff zu meiden. Das ist jedoch nicht immer möglich. In diesem Fall gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern: zum Beispiel mithilfe von antiallergenen Nasensprays, abschwellenden Nasentropfen oder -sprays
und Nasensprays mit Cromoglicinsäure.

Heuschnupfen vorbeugen: den Pollen aus dem Weg gehen

Die beste Möglichkeit, um Heuschnupfen vorzubeugen ist, den allergieauslösenden Pollen so gut es geht aus dem Weg zu gehen. Natürlich können Allergiker nicht die ganze Pollensaison über im Haus bleiben. Sie können jedoch ein paar Tipps beachten, um die Zeit gut zu überstehen. Auch bei der Wahl ihres Reiseziels können Allergiker beispielsweise auf einen Urlaubsort in einer pollenarmen Klimazone achten.

Eine Hyposensibilisierungstherapie, auch spezifische Immuntherapie genannt, ist die einzige kausale Therapie. Sie sollte frühzeitig angewandt werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.04.2013
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
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