Tachykarde Herzrhythmusstörungen: Nicht jedes Herzrasen ist krankhaft

Schlägt ein Herz mehr als 100-mal in der Minute, so sprechen Mediziner von einer tachykarden Herzrhythmusstörung. Ein hoher Puls ist jedoch nicht immer krankhaft. Beispielsweise haben Säuglinge immer einen recht schnellen Herzschlag.

Häufige Ursachen für einen schnellen Herzschlag sind: Seltene tachykarde Herzrhythmusstörungen wie das WPW-Syndrom (Wolff-Parkinson-White-Syndrom) können auch angeboren sein.

Folgende Herz-Kreislauf-Erkrankungen können Ursache für tachykarde Herzrhythmusstörungen sein:

Die Diagnose bei tachykarden Herzrhythmusstörungen

Für den Arzt ist es wichtig, den Entstehungsort der zu schnellen Erregung zu kennen, denn danach richtet sich die Therapie. Eine von den Vorhöfen oder dem Sinusknoten ausgehende Tachykardie wird als supraventrikulär bezeichnet. Verfallen die Kammern selbst in einen zu schnellen Rhythmus, handelt es sich um eine ventrikuläre Rhythmusstörung. Anhand des EKG kann der Arzt die verschiedenen Tachykardieformen sehr genau unterscheiden. Ein zu schneller Herzschlag kann über längere Zeit unverändert bleiben wie bei der Sinustachykardie, er kann aber auch anfallsweise („paroxysmal“) auftreten.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 15.05.2015
  • Autor/in: Dr. Anne Dietel, Ärztin, Medizinjournalistin, Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Quellen: Hendrik Lehnert, Karl Werdan: Innere Medizin - essentials. Georg Thieme Verlag Stuttgart 2006
  • Johannes-Martin Hahn: Checkliste Innere Medizin, Georg Thieme Verlag Stuttgart 2006
  • K. Alexander et al.: Thiemes Innere Medizin, Georg Thieme Verlag Stuttgart 1999
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