Herzrhythmusstörungen: Formen

Herzrhythmusstörungen können in vielen verschiedenen Arten und Ausprägungen auftreten. Sie unterscheiden sich unter anderem dadurch, ob sie zu einer erhöhten oder verlangsamten Herzfrequenz führen. Die Ursachen und die möglichen Folgen sind sehr unterschiedlich.

Zu den meist harmlosen zählen beispielsweise die sogenannten Extrasystolen. Sie sind zusätzliche Aktivitäten des Herzmuskels, die Betroffene als Stolpern empfinden. In der Regel ist dies jedoch harmlos. Extrasystolen können jedoch auch die Folge eines Herzinfarktes sein.

Zu den meist weniger gesundheitsgefährdenden Herzrhythmusstörungen gehört auch die Bradykardie: Das Herz schlägt zu langsam. Oft werden bradykarde Herzrhythmusstörungen nicht erkannt. Da ein deutlich verlangsamter Herzschlag jedoch zu Sauerstoffmangel und Bewusstseinsverlust führen kann, muss er bei auftretenden Beschwerden behandelt werden.

Wenn das Herz zu schnell schlägt

Das Gegenteil der Bradykardie sind tachykarde Herzrhythmusstörungen: Das Herz schlägt zu schnell. Für einen Herzschlag über 100 Mal in der Minute können zahlreiche äußere Einflüsse verantwortlich sein. Nervosität und übermäßiger Nikotin- oder Kaffeekonsum können die Herzfrequenz beispielsweise steigern. Ein zu schneller Herzschlag kann aber auch ernste körperliche Ursachen haben.

Eine spezielle Form stark erhöhter Herzfrequenz stellt das Vorhofflimmern dar. Die Vorhöfe des Herzens schlagen bis zu 350 Mal in der Minute. Vorhof und Herzkammer schlagen zudem nicht mehr im Takt. Es können sich Blutgerinnsel bilden, die eine Lungenembolie oder einen Schlaganfall auslösen.

Geht das Herzrasen von den Herzkammern aus, spricht man von Kammertachykardie. Sie ist fast immer die Folge einer Herzerkrankung.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 15.05.2015
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
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