Lexikon: Herzneurose

  • Unangenehm empfundener, eine Bedrohung oder Gefahr signalisierender Gefühlszustand. Angst kann zur Krankheit werden, wenn sie ohne erkennbaren Grund empfunden wird. Sie kann in unterschiedlichen Schweregraden auftreten und ist meist begleitet von Unruhe, Unsicherheit, Erregung und körperlichen Beschwerden wie Herzrasen, Übelkeit, Zittern, Schweißausbruch.
  • ein erhöhter Puls. Er tritt auf bei Aufregung, Anspannung, körperlicher Anstrengung und auch bei vielen Herzkrankheiten, etwa der Herzschwäche.
  • darunter fällt jede Form der Bewegung – von Spazierengehen über Schwimmen, Joggen, Walking, Radfahren bis zu Yoga – die therapeutisch eingesetzt wird. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Bewegung die seelische Gesundheit fördert. In der Naturheilkunde gilt die Bewegungstherapie als eine der fünf Säulen der Gesundheit.
  • Bedeutet dem Begriff nach „biologische Rückmeldung“. Messbare Größen wie Muskelspannung, Herzfrequenz und Hauttemperatur werden mithilfe von Geräten verstärkt, sodass sie der Patient wahrnehmen kann. Er lernt nun, diese Rückmeldungen einzuschätzen und willentlich zu beeinflussen.
  • benannt nach dem amerikanischen Militärarzt Da Costa Jacob Mendes (1833-1900). Der Begriff wird synonym für die Herzneurose gebraucht. Ursprünglich bezeichnet er aber vor allem solche Herzneurosen, die durch konkrete Traumata hervorgerufen werden – so wie bei dem Soldaten, an dem Da Costa das Syndrom das erste Mal beobachtet hatte.
  • Herzstolpern, das auf Schlägen außerhalb des normalen Herzrhythmus beruht. Diese Extraschläge kommen meistens aus anderen Schrittmacherzentren als der normale Herzschlag (Sinusrhythmus). Meistens sind sie harmlos, sollten allerdings abgeklärt werden.
  • entwickelt sich zu weiten Teilen aus der Psychoanalyse. Sie versteht sich als ganzheitliche Therapie, also als eine Therapie, die von der Einheit von Körper, Geist und Seele ausgeht. Das bedeutet, es können z. B. auch Bewegung, Malen, Berührungen und Atemübungen einbezogen werden. Sie beruht zu großen Teilen auf den Grundlagen der Gestaltpsychologie.
  • Synonym für Herzangst
  • subjektiv empfundenes starkes Pochen des Herzens
  • Platzangst – die Betroffenen haben Angst Fahrstuhl zu fahren und größere Menschenansammlungen zu ertragen.
  • Ist ein Zustand äußerster Angst vor gegenwärtiger oder befürchteter Lebensgefahr. Von einer Panikstörung sprechen Psychologen, wenn eine Person in Situationen, die objektiv betrachtet ungefährlich sind, panisch regiert. Bei einem Menschen mit Höhenangst kann zum Beispiel schon das auf den Stuhl steigen zur Panik führen.
  • Unbegründete Furcht vor bestimmten Gegenständen oder Situationen; der Phobiker ist sich meist dessen bewusst, dass seine Furcht unbegründet ist.
  • Wechselwirkung zwischen Körper und Seele. Psychische Erkrankungen bzw. Probleme können sich auch in körperlichen Symptomen äußern. Man spricht dann von psychosomatischen Beschwerden.
  • Durch übertriebenes, starkes Atmen (auch Hyperventilation genannt) besteht die Gefahr eines Muskelkrampfes. Ursache ist eine durch vermehrte Kohlendioxidabatmung hervorgerufene Verschiebung des Säure-Basen-Haushalts im Blut.
  • Auf Verhaltensforschung und Lerntheorien basierendes psychotherapeutisches Verfahren. Dabei werden Verhalten und Erleben störungsspezifisch konkret modifiziert, also umgelernt. Verhaltenstherapie ist stark handlungsorientiert und bietet Hilfe zur Selbsthilfe.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 25.09.2017
  • Autor/in: Dr. Beate Effertz, Ärztin für Allgemeinmedizin, Charité, Universitätsmedizin - Berlin; Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Charité, Universitätsmedizin - Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: Handbuch der Inneren Medizin, G. Herold, Eigenverlag 2005
  • Lehrbuch der psychosomatischen Medizin, T. Uexküll, Urban
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