Diagnose der Herzneurose

Ein Patient mit einer Herzneurose muss – wie jeder Patient mit Verdacht auf eine Herzkrankheit – gründlich untersucht werden. Der Arzt darf die Beschwerden nicht von vornherein als "rein psychisch" abtun, zumal die Patienten oft tatsächlich unter Extrasystolen leiden, denen er auf den Grund gehen muss. Hinzu kommt: Auch Patienten mit einer nachweisbaren Herzkrankheit können zusätzlich an einer Herzneurose erkranken. Umgekehrt können Patienten mit einer bekannten Herzneurose im Laufe der Zeit an einer organischen Herzkrankheit erkranken.

Um eine organische Herz-Kreislauf-Krankheit auszuschließen, sind nötig:

Hat ein Arzt den Verdacht, sein Patient äußert Beschwerden und Angstgefühle, die sich durch die objektiven Untersuchungsbefunde nicht stützen lassen, sollte er einen Psychologen oder Psychiater hinzuziehen. Er wird nach einem oder mehreren ausführlichen Gesprächen mit dem Patienten die Diagnose Herzneurose stellen oder widerlegen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 30.03.2007
  • Autor/in: Dr. Beate Effertz, Ärztin für Allgemeinmedizin, Charit, Universitätsmedizin - Berlin; Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Charit, Universitätsmedizin - Berlin
  • Quellen: Handbuch der Inneren Medizin, G. Herold, Eigenverlag 2005
  • Lehrbuch der psychosomatischen Medizin, T. Uexküll, Urban
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