Herzinfarkt: Ursachen und Risikofaktoren

Es gibt vier Hauptfaktoren, die das Herzinfarktrisiko erhöhen:

Rauchen
Einer der wichtigsten Risikofaktoren ist das Rauchen. Der Grund: Nikotin setzt den Sauerstoffgehalt im Blut herab. Zunächst werden die Blutgefäße durch die Freisetzung von Stresshormonen enggestellt, wodurch der Blutdruck steigt. Für den Sauerstofftransport in den Gefäßen sind die roten Blutplättchen (Erythrozyten) verantwortlich. Sinkt der Sauerstoffgehalt des Blutes, will der Körper den Mangel ausgleichen. Er produziert vermehrt Erythrozyten, die durch die Stoffe im Rauch in ihren Eigenschaften wie Beweglichkeit und in ihrer Tendenz zur Verklumpung gestört werden. Dadurch wird das Blut dickflüssiger. Die Gefahr, dass die Adern „verstopfen“, steigt. Darüber hinaus erhöht Nikotin den Blutdruck und indirekt auch den Cholesterinspiegel.

Bluthochdruck
Der Bluthochdruck trägt ebenfalls entscheidend zum Herzinfarktrisiko bei. Normalerweise sind die Blutgefäße mit einer spiegelglatten Innenschicht ausgestattet, damit das Blut ungehindert durch die „Gefäßrohre“ fließt. Steigt nun auf Dauer der Druck in den Adern, wird diese Innenschicht beschädigt. An Verzweigungen und Engstellen der schadhaften Adern lagern sich Blutfette und körpereigenes Reparaturmaterial besonders leicht ab – der Beginn der Arteriosklerose, im Volksmund auch Arterien-„Verkalkung“ genannt.

Cholesterin
Hauptbestandteil der arteriosklerotischen Ablagerungen sind Blutfette, vor allem Cholesterin. Dabei gilt besonders ein hoher LDL-Cholesterin-Spiegel im Blut als schädlich, weil sich das LDL vermehrt in der Gefäßwand anlagert. Das HDL-Cholesterin wird dagegen als das „gute" Cholesterin bezeichnet, weil höhere HDL-Werte der Gefäßwand nicht schaden.

Diabetes mellitus
Ein weiterer Risikofaktor ist der Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit“). Hohe Blutzuckerspiegel verstärken die Anlagerung der Blutfette an den Aderwänden. Diabetes mellitus wirkt sich deshalb schädigend auf die Gefäßwände aus und trägt somit ebenfalls entscheidend zur Entstehung der Arteriosklerose bei.
Neben diesen vier Hauptrisikofaktoren gibt es noch andere Ursachen für den Herzinfarkt:

Menschen mit Adipositas („Fettsucht“) sind beispielsweise gefährdet. Ein hoher Body-Mass-Index (BMI) geht auch mit einem erhöhten Risiko einher, besonders wenn das Körperfett hauptsächlich um den Bauch herum angelagert ist. Ein weiterer Faktor ist die familiäre Vorbelastung: Hatte ein naher Verwandter – Vater, Mutter, Geschwister – früh einen Herzinfarkt, so ist das eigene Risiko erhöht. „Früh“ heißt hier bei Männern vor dem 60. und bei Frauen vor dem 65. Lebensjahr.

Stress wird ebenfalls mit der Entstehung von Arteriosklerose in Verbindung gebracht – und somit auch mit einem steigenden Herzinfarkt-Risiko. Außerdem stellen bestimmte Ernährungsaspekte Risikofaktoren dar – zum Beispiel zu viel fettes, cholesterinreiches Essen oder zu viel Alkohol.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 04.04.2014
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Christian Grundmann, Dipl.-Biol., Medizinredakteur; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: DOCMED.tv
  • Deutsche Liga zur Bekämpfung von Gefäßkrankheiten e.V.: Risikofaktoren (http://www.deutsche-gefaessliga.de/risikofaktoren.html)
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