Ratgebeber: Fünf Tipps für ein fittes Herz

Was Sie selbst tun können, um einen (erneuten) Herzinfarkt zu verhindern:

Basis-Check ab 35 Jahren

fürs Herz beim Hausarzt machen, danach regelmäßig alle zwei Jahre untersuchen lassen – die Check-ups bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen.

Risikofaktoren mindern

An erster Stelle stehen hier Rauchen und Übergewicht.

Nicht rauchen oder das Rauchen aufgeben – wer den Verzicht auf Zigaretten allein nicht schafft, findet professionelle Hilfe beim Hausarzt oder in speziellen Kursen. Achtung Frauen: Rauchen und „Pille“ zusammen erhöhen die Herzinfarktgefahr zusätzlich!

Viel Bewegung

Im Alltag mehr Bewegung einbauen, hält das Herz in Schwung – Treppen steigen statt Rolltreppe fahren, zu Fuß oder mit dem Fahrrad in die Arbeit.

Ausdauersportarten regelmäßig betreiben, am besten an der frischen Luft – zum Beispiel mindestens zweimal pro Woche über eine halbe Stunde joggen. Herzgesunde dürfen dabei ruhig auch mal kurz an die Belastungsgrenze gehen. Walken, Schwimmen oder Radfahren schonen die Gelenke. Meist macht es in der Gruppe noch mehr Spaß.

Für ältere Menschen gilt: Alles, was in Bewegung hält, tut dem Herzen gut – zum Beispiel regelmäßige Spaziergänge, Walken, Schwimmen, Radfahren, aber nicht bis an die Belastungsgrenze. Faustregel zum Tempo: So flott, dass man sich noch unterhalten kann und gerade zu schwitzen beginnt. Dabei immer erspüren, was gut tut. Und: Bei viel Sport im Alter regelmäßig zum Check-up beim Arzt gehen.

Herzgesunde Ernährung

Viele Ballaststoffe – viel frisches Obst und Gemüse essen (Faustregel: „Fünf Stück oder eine Handvoll am Tag“). Vollkornprodukte sind gesünder als Produkte aus Weißmehl.

Wenig Zucker: Vorsicht bei Limonaden, Säften, Fertigtees – zuckerfreie Produkte bevorzugen!

Wenig Fleisch und Wurst, dafür mindestens einmal pro Woche Fisch.

Wenig Fett, vor allem wenig tierische, gesättigte Fette (in Wurst, fettem Fleisch).  Besser für das Herz sind ungesättigte Fette wie sie in Pflanzenölen vorkommen.

Weniger Stress

Bei längeren Anspannungsphasen immer wieder bewusst einen Gang zurückschalten. Dabei können Entspannungsverfahren, wie zum Beispiel Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson oder Yoga helfen.

Auf eine gute Balance zwischen Arbeit und Freizeit achten – aktives Zeitmanagement hilft. Benennen und reduzieren Sie außerdem persönliche Stressauslöser.

Ein gesundes Sozialleben ist wichtig – pflegen Sie Ihre Freundschaften und sprechen Sie Konflikte an.

Viele psychische Erkrankungen gehen mit Herzproblemen einher. Nehmen Sie bei größeren seelischen Problemen, vor allem bei Depressionen, rechtzeitig professionelle Hilfe in Anspruch.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 26.04.2011
  • Autor/in: Anja Dolski, Medizinredakteurin, vitapublic GmbH; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: DOCMED.tv
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